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Spitzenspieler Stefano Travaglia von Blau-Weiß Krefeld verliert

Blau-Weiß Krefeld nur 3:3 : Spitzenspieler Stefano Travaglia verliert gleich zwei Mal

Im Einzel und Doppel zieht Krefelds Nummer eins den Kürzeren. So kommt Tennis-Bundesligist HTC Blau-Weiß gegen das Schlusslicht TuS Sennelager nicht über ein 3:3 hinaus und verpasst den Sprung ins gesicherte Mittelfeld.

Tennis-Bundesligist HTC Blau-Weiß Krefeld schwebt auch nach dem sechsten Spieltag weiterhin in Abstiegsgefahr. Gegen den als Tabellenschlusslicht angereisten TuS Sennelager-Paderborn reichte es nur zu einem 3:3-Unentschieden. Garant dieses einen Punktes, den 350 Zuschauer im Stadtwald sahen, war Frederico Gaio, der nicht nur sein Einzel, sondern an der Seite von Doppelspezialist Simone Bolelli – Platz 29 der Doppelweltrangliste – auch das zweite Doppel gewann.

Wie umkämpft dieser Abstiegskrimi war, zeigt schon das ausgeglichene Zwischenergebnis von 2:2 nach den vier Einzeln. Große Hoffnungen hatten die Blau-Weißen in das Saisondebüt ihrer Nummer eins, Stefano Travaglia, gesetzt. Doch auch wenn die aktuelle Nummer 88 der Weltrangliste den ersten Satz souverän mit 6:2 gewann, sein Gegner, der Franzose Arthur Rinderknech und die aktuelle Nummer 91 gab nie auf, gewann den zweiten Satz denkbar knapp im Tie-Break (7:5) und behielt auch im Champions-Tie-Break des notwendigen dritten Satzes mit 11:9 ebenso knapp die Oberhand.

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Für den Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 sorgte Travaglios italienischer Landsmann Marco Cecchinato, der den Slowaken Jozef Kovalik mit 6:4 und 6:3 besiegte. Umstritten dabei der Satzball zum 6:4 im ersten Satz, als Schiedsrichter Jan Siebertz einen Aufschlag von Cecchinato erst im Aus wähnte, dies auch laut rief, um ihn auf Intervention des Aufschlägers dann doch noch gut zu geben.

Ähnlich eng ging es auch in den beiden folgenden Einzeln zu, obwohl die ATP-Ranglistenpositionen klar zu Gunsten der Krefelder sprachen. Frederico Gaio trat als Nummer 149 gegen die Nummer 265 Manuel Guinard an, der Norweger Viktor Durasovic als Nummer 345 gegen die Nummer 697 Daniel Cuikermann, seines Zeichens aber immerhin Meister seines Heimatlandes Israel. Gaio schien seinen französischen Gegner unterschätzt zu haben, sah sich immer wieder wuchtigen Grundlinienschlägen konfrontiert, besonders, wenn er hoch retournierte. Nach verlorenem erstem Satz gewann er den zweiten im Tie-Break und auch der dritte ging dann an den für Krefeld spielenden Italiener. Und Durasovic? Verlor den ersten, gewann aber den zweiten Satz und holte im Champions-Tie-Break des dritten Satzes zweimal einen Drei-Punkte-Rückstand auf, um dann am Ende doch mit 7:10 den Kürzeren zu ziehen.

Ausgeglichen verliefen auch die beiden abschließenden Doppel, die jeweils Zwei-Satz-Siege für das für Krefeld spielende Doppel Bolelli/Gaio und die französische Kombination Rinderknech/Guinard – für Sennelager – sah.

„Ich bin glücklich über den Punkt, auch wenn wir mehr erwartet hatten“, sagte Federico Gaio. „Mit dem Remis müssen wir am Ende zufrieden sein und jetzt gegen Mannheim nachlegen.“ Der Meisterschaftsfavorit Grün-Weiß Mannheim gibt am kommenden Sonntag seine Visitenkarte an der Hüttenallee ab. Der erste Aufschlag erfolgt wie immer um 11 Uhr.