Lokalsport: Spitzenreiter TSV Bockum vor lösbarer Aufgabe

Lokalsport : Spitzenreiter TSV Bockum vor lösbarer Aufgabe

Fußball: Richtung weisendes Duell zwischen Oedt und Preussen Krefeld. SC Schiefbahn kann sich mit einem Sieg nach vorne schieben.

Wenn der TSV Bockum, der nahtlos an die gute Verfassung der vergangenen Rückrunde angeknüpft hat, seine bisherige Form wieder auf den Platz bringen kann, dürfte er auch an der Donkkampfbahn von Viktoria Anrath kaum zu stoppen sein. Das Gleiche gilt für Verfolger Dülkener FC, der auch im Heimspiel gegen die Zweite des VfR Fischeln auf seine Offensivpower vertraut. Keine Frage: Die Viktoria und die Suski-Auswahl sind Außenseiter. Daran ändert auch nichts, dass die Anrather bisher eine respektabele Spielzeit abgeliefert haben bzw. die Fischelner vergangenen Sonntag in Hinsbeck den ersten Saisonerfolg landeten.

Heimlich, "Auf leisen Sohlen", wie es immer so schön heißt, haben sich die Neulinge SC Union Nettetal II und TSV Meerbusch III nach weit oben vorgearbeitet. Und es gibt nicht gerade wenige, die ihnen im Aufstiegsgeschäft wieder sehr viel zutrauen. Und die bisherigen Darbietungen lassen in der Tat noch einiges erwarten. Die Nettetaler empfangen nun die Gelleper, die zwar nach dem vierten Spieltag einmal von der Tabellenspitze grüßten, nach zwei nicht eingeplanten Niederlagen hintereinander aber wieder auf den Boden der Tatsachen gelandet sind. Und was sie für die nächsten Wochen hart trifft: Ihr Torjäger Torge Puhlmann musste zuletzt mit Rot vom Platz und durfte vorzeitig zum Duschen gehen. Die Meerbuscher um Kapitän Philipp Winzen erwarten den SV St. Tönis. Die Gäste aus der Apfelstadt präsentieren sich aktuell so wie eine Wundertüte. Nach einigen guten Auftritten lagen sie zuletzt arg daneben (0:3 gegen den Linner SV). Steigern sich die St. Töniser nicht erheblich, müssen sie die Zähler mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit beim Aufsteiger lassen.

Wieder aus allen Träumen zurückgeholt worden, was aber selbst für die eigenen Verantwortlichen nicht überraschend kommt, ist der SC Viktoria Krefeld. Bei aller neuen Struktur, die Trainer Jörg Laible der Elf eingeimpft hat kommt ein altes Problem mit der Disziplin wieder zum Vorschein. In der Begegnung beim SC Schiefbahn, der sich mit einem weiteren "Dreier" schön vorne fesetsetzen kann, fehlen der Rot-gesperrte Alexander Frey und Cihan Biricik wegen einer Ampelkarte. Unter diesen Umständen wäre schon ein Zähler, was den Gastgebern aber natürlich überhaupt nicht in die Planungen passen würde, ein Erfolg. Ein Unentschieden, was nach zwei in keiner Weise eingeplanten Niederlagen in Folge ihnen auch gut zu Gesicht stehen würde, ist das Ziel des SV Vorst vor dem Gang zum Vorjahresabsteiger OSV Meerbusch. Und der hat bisher gerade am heimischen Krähenacker überzeugt, weshalb es für das Fischbach-Team, bei dem Niklas Schubert, der Shooting-Star der vergangenen Saison, aber aktuell von einer unerklärlichen Ladehemmung befallen, erneut sehr schwer werden wird. Aber allen beim SV war schon klar, dass bei dem Radikalschnitt im Sommer und dem Vertrauen auf die Akteure aus dem eigenen Nachwuchs, es nicht einfach werden wird.

Dem Linner SV wurde als Aufsteiger in der neuen Umgebung schon einiges zugetraut. Und diesen Vorschusslorbeeren ist die Auswahl von Trainer Olaf Kästner bisher gerecht geworden. Und die ganze Sache kann sich noch viel positiver gestalten, wenn es an der Curkölner Straße nun gegen das neue Schlusslicht SC Rhenania Hinsbeck den vierten Sieg gibt. Erstmals müssen die Grünhemden aber damit leben, dass die Favoritenrolle eindeutig auf ihrer Seite liegt.

Die Frage, ob bei der TSF Bracht der Knoten endgültig geplatzt ist , beschäftigt die Konkurrenz nach dem souveränen Auftritt zuletzt in Vorst, und vor der Auseinandersetzung gegen die Zweite aus Amern. Hier wird, wie auch in Oedt, erst um 16 Uhr angepfiffen. Die Borussia erwartet im Duell der Kellerkinder die Krefelder Preussen. Beiden wurde im Sommer eine problematische Spielzeit prognostiziert, was bisher auch eintraf - um so wichtiger ist das Spiel. Bleiben die Zähler bei den Hausherren, haben sie den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt, und für die ohnehin schon drei Punkte schlechter dastehenden Gäste wird die Lage noch prekärer. Ihnen hilft nur ein Erfolgserlebnis weiter.

(RP)
Mehr von RP ONLINE