Lokalsport: Spickers will mit Verband spielen

Lokalsport : Spickers will mit Verband spielen

Nordrheinligist Adler Königshof empfängt den Weidener TV.

Nach vier sieglosen Spielen in Folge schien den Adlern Königshof auf der Zielgeraden der Saison, auch angesichts vieler Verletzungen, die Luft auszugehen. Der Klassenerhalt war längst erreicht und die Spannung schien heraus zu sein. Doch in den vergangenen beiden Partien änderte sich das Bild noch einmal und sogar ohne ihren zumeist überragenden Schlussmann Paul Keutmann und mit Johannes Lyrmann aus der zweiten Mannschaft im Tor feierte die Mannschaft zwei hart erkämpfte Siege gegen den TV Köln Wahn und beim TV Rheinbach.

Dieser kleinen Serie wollen sie nun einen dritten Erfolg folgen lassen. Im abgeschlagenen Schlusslicht TV Weiden kommt ein Gegner, der durchaus schlagbar sein dürfte. Zumal die mit Abstand schwächste Abwehr der Liga bei der zweitbesten vorstellig wird. Immerhin 136 Gegentore mehr als die Adler musste Weiden bis zum vorletzten Spieltag der Saison schon hinnehmen. Die Krefelder werden versuchen, hier noch einige folgen zu lassen.

Dabei müssen sie aller Voraussicht nach weiterhin auf Keutmann verzichten. Auch wenn Trainer Dirk Wolf das noch nicht abschließend als gesichert ansieht. "Wir haben bei Paul schon oft erlebt, dass er eigentlich verletzt war und dann doch gespielt hat. Bei ihm weiß man immer erst, dass er nicht spielt, wenn er nicht im Tor steht", sagt der Coach mit einem Schmunzeln.

Für ihn selbst wird am Samstag - wie für fast sein gesamtes Team - viel Wehmut mit dabei sein. Denn es ist sein letztes Heimspiel als verantwortlicher Übungsleiter der Schwarz-Weißen nach acht höchst erfolgreichen Jahren. "Ich hatte hier eine sehr schöne Zeit und bin dankbar dafür. Sicher wird es ein mulmiges Gefühl sein", sagt er. Bekanntlich zieht es ihn als Nachfolger des neuen HSG-Trainers Ronny Rogawaska zum TV Korschenbroich. Auch praktisch sein gesamtes Team wird den Verein verlassen. Entsprechend wollen die Spieler unbedingt auflaufen. Robin Spickers schlug sich in Rheinbach den Fuß um, will aber mit Tapeverband spielen. Auch andere angeschlagene sind dabei, um noch einmal daheim zu spielen.

(RP)
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