Simon Rademacher feiert zwei Landesmeistertitel

Trampolin : Willicher Trampolinspringer weiter erfolgreich

Bei den Landesmeisterschaften gab es sechs Titel. Fünf Turner fahren zur DM. Trainingsbedingungen sind nicht optimal.

Trampolinspringen in Willich ist eine Erfolgsgeschichte. Das zeigte sich einmal mehr am Wochenende, als der VfL Willich gleich sechs Titel, sowie zwei zweite Plätze feierte. Die überzeugendste Leistung zeigte dabei Simon Rademacher. Er setzte sich dabei nicht nur gegen seine Kollegen aus dem Bundeskader souverän durch und feierte mit der höchsten Gesamtpunktzahl überlegen die Meisterschaft in der Jugend A, er setzte mit Partner Jonas Merks auch noch die Goldmedaille in der Kategorie Synchron oben drauf. Damit war er der erfolgreichste Teilnehmer der Meisterschaft.

Doch auch einige seiner Vereinskameraden standen ihm kaum nach. Jasmin Mölters (Erwachsene), Ajana Junker und Lea Tups (Jugend A, weiblich) und Leon Kasulke mit Partner Luis Litters (Voerde, Jugend C) feierten Titel. Fiona Schüllers holte hinter Mölters, die im Synchronturnen mit Partnerin Kyona Janssen Zweite wurde, ebenfalls Rang Zwei. Damit fahren gleich fünf Willicher zur Deutschen Meisterschaft nach Hamburg, obschon der DTB die Voraussetzungen für die Qualifikation in Hinsicht auf Sprunghöhe, Ausführungshaltung und Schwierigkeitsgrad erheblich erhöht hatte. Entsprechend hatten die Willicher die Trainingsintensität nochmals gesteigert und zeigten sich gut vorbereitet. in Rademacher, Mölters, Junker, Tulps und Kasulke schafften gleich fünf der neuen Landesmeister auch die Norm für die DM.

Damit stellt der VfL Willich, mit dem auch drei Düsseldorfer Turner, die sich der Trainingsgruppe anschlossen, mitreisen, bei der DM eine der größten Delegationen hinter den Leistungsstützpunkten in Frankfurt, Cottbus und Salzgitter. Die Konkurrenten können dabei auf eigene Trampolinhallen und hauptamtliche Trainer zurückgreifen. Das ist in Willich anders. Entsprechend genießt die Errichtung einer reinen Trampolinhalle, in der die Geräte dauerhaft stehen können und eine Longenanlage zur Einübung neuer Elemente zur Verfügung steht, eine hohe Priorität bei den Verantwortlichen des VfL. Eine solche Halle ist auch die Voraussetzung für die Förderung durch die Verbände. Diese würde sich vor allem in der Einrichtung moderner Trainerstrukturen mit hauptamtlichen Übungsleitern auswirken. Diese sind es, die dem Verein für eine noch weitere Steigerung der Erfolge vor allem fehlen. Doch auch die Zeit, die für Auf- und Abbau der Geräte verwendet werden muss und nicht zum Training zur Verfügung steht, ist ein limitierendes Element. Und so hoffen die Verantwortlichen, dass die neuerlichen Erfolge in dieser Frage für Bewegung sorgen.

Mehr von RP ONLINE