Reiten: Schiergen feiert Doppelsieg

Reiten : Schiergen feiert Doppelsieg

Alles andere wäre eine Überraschung gewesen, wenn Hausherr Heiner Schiergen, der für den RV Jan v. Werth Holzbüttgen startet, bei den Dressurtagen des RSV Krefeld auf seiner Anlage nicht gewonnen hätte.

In der schweren Intermediaire II ***, die mit 2000 Euro dotiert war, ritt er als dritter Starter mit Leia ins Viereck und riss mit 67,807 Prozentpunkten die Führung an sich. Er behielt sie bis zum Schluss — und hätte sich noch selber übertrumpfen können, als er mit World Congress als letzter Teilnehmer ins Viereck ritt und auf 67,545 kam. Somit belegte er die Plätze eins und zwei und verdrängte Harald Ricken vom RFV St. Georg Büttgen auf Rialto allegro vom zweiten auf den dritten Platz. "An Heiner Schiergen kommt eben keiner hier vorbei", sagte der Reiter schmunzelnd.

Der neunte Platz dieser Konkurrenz ging an Nicole Louven, ebenfalls vom RSV Krefeld und Einstallerin bei Heiner Schiergen. Sie schaffte auf Dancing Devil 62,719 Prozentpunkte und gehörte somit zu den elf Finalisten der Grand-Prix-Kür***, die mit 2500 Euro ausgeschrieben war. "Heiner hat für mich die Kür-Musik von meinem Wishing Luck herausgekramt", sagte Nicole Louven. Sie holte damit mit ihrem "Tanzenden Teufel" Platz zehn und eine weitere Grand-Prix-Platzierung. Diese Prüfung entschied Heiner Schiergen mit World Congress (42,55) vor Harald Ricken mit Rialto allegro (42,25) und vor seinem Zweitpferd Leia (42,20). Das war schon knapp zwischen Schiergen und Ricken, weil die Wertungsrichterin Renate Rahmen, Leiterin der Wertungskommission Rheinland, Schiergen auf ihrer Bewertungsskala auf Platz fünf mit 13,75 eingeordnet hatte gegenüber ihren Kollegen Hans-Theo Fliess auf Platz eins mit 14,75 und Jürgen Jahn auf Platz zwei mit 14,10. Ricken bekam dagegen 14,20 (1.), 14,05 (4.) und 14,00 (3.).

Jan Büschgens, Vorsitzender des RSV Krefeld (mit 40 Mitgliedern), war mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden, nachdem zehn Jahre kein Turnier stattgefunden hatte: "Das Turnier zu organisieren, erfordert sehr viel Arbeit. Meine Frau Uschi hat dafür viel Zeit investiert. Wir werden diese Veranstaltung künftig alle zwei Jahre ausrichten."

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