Stimmung, Flutlicht, Derby Trainer Bekim Kastrati will sich mit dem SC nicht verstecken

Krefeld · Holger Krebs redet nicht lange drum herum. Das Derby beim KFC Uerdingen ist für den Nachbarn SC St. Tönis ein ganz besonderes Spiel. Aus mehreren guten Gründen.

 Ausgerechnet gegen den KFC ist der an den SC St. Tönis ausgeliehene Furkan Baydar gesperrt. Bitter für ihn.

Ausgerechnet gegen den KFC ist der an den SC St. Tönis ausgeliehene Furkan Baydar gesperrt. Bitter für ihn.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Oliver Kaelke

Makellos ist sie nicht, aber dennoch blickt man bei SC St. Tönis gerne auf die erstaunliche Bilanz der letzten drei Begegnungen gegen den KFC Uerdingen. Denn immerhin sammelten die Blau-Gelben sieben von neun möglichen Punkten gegen den großen Nachbarn. Natürlich ist die Vorfreude auf das Derby auch diesmal groß und gerne würden sie den nächsten prestigeträchtigen Coup in diesem besonderen Spiel landen. Am Ende des Tages sind es aber nur die Punkte die zählen. Und ebenso wie der KFC im Aufstiegsrennen braucht auch der SC St. Tönis im Kampf gegen den Abstieg jeden Zähler. Zwei ließ er vergangene Woche liegen, so dass der Vorsprung auf die Nichtabstiegszone unverändert nur einen Punkt beträgt. Der Druck lastet also auf beiden Teams, wobei die Gäste letzten Sonntag zumindest einen moralischen Sieg feierten, als sie in Unterzahl noch einen Rückstand wett machten. Nicht zum ersten Mal. Schon gegen SW Essen drehte die Elf von Trainer Bekim Kastrati ein 0:1 und gewann diese Partie sogar noch mit 2:1.

Für SC-Teammanager Holger Krebs ist es ein besonderer Tag, zu dem er ein paar Freude aus früheren Zeiten zum Spiel in seiner alten sportlichen Heimat einlud. Vom Papier sieht Krebs den KFC als Favoriten: „Der KFC erlebt derzeit sicher schwere Zeiten. Aber die Mannschaft hat viele Topspieler zu bieten und wenn sie ins Rollen kommt, sind wir sicher der Underdog.“ Aber Krebs rechnet sich erneut  durchaus etwas aus: „Eine tolle Stimmung, Flutlichtspiel, Derby. Unsere Jungs sind hoch motiviert. Ich denke, in der aktuellen Situation sind wir nicht chancenlos.“

Auch Kastrati freut sich mit seiner Elf auf das Derby in der Grotenburg: „Das ist für jeden Verein in der Oberliga ein Highlight.“  Bei seiner Derby-Premiere hofft der 44-Jährige auch auf Zählbares: „Wir wissen, welche Qualität der KFC mitbringt. Für uns geht es darum eine gute Leistung zu zeigen und es dem KFC so schwer wie möglich zu machen. Ich hoffe auf ein schönes Spiel, das bei den Zuschauern ankommt. Und natürlich uns und dem Verein ein gutes Ergebnis.“ Den etwas größeren Druck sieht Kastrati bei den Gastgebern: „Sie müssen unbedingt gewinnen, um oben dran zu bleiben. Wir wollen versuchen offensiv aufzutreten. Denn auch wir wissen, was jeder einzelne Punkt bedeutet.“ Die eine oder andere Änderung wird es in der Startelf geben. Zwangsläufig gilt es Furkan Baydar zu ersetzen, der nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Homberg eine vierwöchige Sperre absitzen muss. „Sehr ärgerlich für den Jungen“, zeigt Kastrati Mitgefühl für den Youngster, der vom KFC zu den Blau-Gelben wechselte. Personell ist der SC ansonsten gut aufgestellt. Lediglich das Warten auf Julian Suaterna-Florez ist noch nicht beendet. „Er muss noch ein paar familiäre Dinge klären“, so Krebs, „schließlich soll er diesmal länger bleiben.“

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