Deutschland-Achter Julian Garth und Laurits Follert gewinnen Bronze

Krefeld · Der Deutschland-Achter mit Julian Garth und Laurits Follert vom Crefeder Ruder Club landet beim Weltcup in Luzern hinter Großbritannien und Australien. Im B-Finale im Frauen-Zweier ohne gewinnen die CRC-Topsportlerin Lena Sarassa mit ihrer Partnertin Hannah Reif (Crefelder RC/RK am Wannsee).

 Julian Garth und Laurits Follert (hinten 2. und 3. v.l.) mit Broze.

Julian Garth und Laurits Follert (hinten 2. und 3. v.l.) mit Broze.

Foto: Seybt /DRV

(RP) Das Weltcup-Finale in Luzern wurde seinem Ruf als Highlight mehr als gerecht. Im „Wohnzimmer“ des internationalen Ruder-Sports lieferte sich der Deutschland-Achter einen spannenden Zweikampf mit Australien um Silber, nachdem Großbritannien deutlich davon gezogen war und gewonnen hatte. Dem Schlussspurt der Australier konnte die Crew um die beiden Krefelder Laurits Follert und Julian Garth aber nichts entgegensetzen. Am Ende schon sich Rumänien noch gefährlich nah ans deutsche Boot heran. „Erstmal sind wir froh, dass wir die Leistung aus dem Vorlauf deutlich steigern konnten und unsere Aufgaben, die wir umsetzen wollten, auch geschafft haben“, sagte Steuermann Jonas Wiesen. „Dementsprechend sind wir auch erstmal zufrieden hier auf dem Podium zu stehen. Nichts destotrotz können wir nicht ganz zufrieden mit dem Wochenende sein. Auch heute hat noch nicht alles zusammengepasst.“

Das interne Duell im Frauen-Zweier ohne gewannen die CRC-Topsportlerin Lena Sarassa mit ihrer Partnertin Hannah Reif (Crefelder RC/RK am Wannsee) als Erstplatzierte des B-Finals vor dem zweiten deutschen Boot, die auf Rang zwei vor Mexiko ruderten. „Es war ja schon in Krefeld bei den Deutschen Meisterschaften eng“, meinte Disziplintrainer René Burmeister. „Ich finde es gut, wenn sich zwei deutsche Boote so pushen können – das ist ein gutes Zeichen. Das Blatt hat sich zwar gewendet, aber es bringt uns auf jeden Fall vorwärts.“

Markus Wöstemeyer, der Trainer des Crefelder Ruder-Clubs, äußerte sich zuversichtlich nach den gezeigten Leistungen. „Der Deutschlandachter steht nach drei sehr erfolgreichen Olympiazyklen vor einem Umbruch“, erklärte er. „Viele erfahrene Athleten haben nach Tokio ihre Karriere beendet. In dem Zuge ist es gut, dass Laurits Follert sich mit seiner Erfahrung einbringen kann. Bis zur WM ist es noch ein langer Weg und die Zeit wird sicherlich in Trainingslagern genutzt werden müssen, um die neu formierte Mannschaft zusammenzubringen.“

Mit den Leistungen der Frauen ist Wöstemeyer zufrieden. „Im Frauen-Bereich stellen wir mit Lena Sarassa den aktuell stärksten Zweier und ich hoffe, dass das auch vom Bundestrainer so gesehen wird, auch wenn zu Saisonbeginn bei der Deutschen Meisterschaft der Zieleinlauf noch andersherum war“, sagt er. „Aber das ist lange her. Die beiden gehörten im letzten Jahr noch zur U23. So eine junge Mannschaft muss erst einmal lernen, sich im Kleinboot international zu behaupten.“

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