Bronze beim Sichtungsturnier Ringer Leyan Can Colak setzt ein Ausrufezeichen

Krefeld · Leyan Can Colak hat seine hervorragende Form bestätigt und seine Ambitionen zwei Monate vor den Deutschen Meisterschaften im Ringen untermauert. Warum er dort selbstbewusst hinfahren kann.

 Leyan Can Colak vom KSV Germania Krefeld steht auf dem Treppchen (Zweiter von rechts).

Leyan Can Colak vom KSV Germania Krefeld steht auf dem Treppchen (Zweiter von rechts).

Foto: ksv

Leyan Can Colak ist einer der großen Hoffnungsträger des Kraftsportverein (KSV) Germania Krefeld. Dies untermauerte der 15-Jährige beim Sichtungs- und Nominierungsturnier des Deutschen Ringer Bundes in Frankfurt/Oder. Dort  gewann der Germane die Bronzemedaille in der 55-Kilo-Klasse. Das Turnier war eine Standortbetimmung der deutschen Elite, denn die stärksten bundesdeutschen Kämpfer müssen hier antreten, um sich für die Nationalmannschaft zu qualifizieren. Und da Colak noch ein weiteres Jahr dieser Altersklasse angehören wird, ist sein gutes Abschneiden besonders anerkennenswert. Dabei befand er sich in der unglücklichen Situation, ein schweres Los gezogen zu haben: Er hatte die stärksten Gegner in seiner Gruppe. Wie eng umkämpft es in dem Pool zuging, belegt die Tatsache, das der amtierende deutsche Meister, Julius Kummer, gleich seinen ersten Kampf verlor und sich aus dem Turnier verabschieden musste.

Leyan Colak hingegen gewann zum Auftakt technisch deutlich überlegenen gegen Lewin Gündling aus Nordhessen, verlor dann aber unglücklich nach Punkten gegen David Bertram aus Hessen, so dass der Krefelder um sein Weiterkommen bangen musste. Aber da Gündling alle seine weiteren Kämpfe in der Vorrunde gewann und somit ins Finale einzog, bekam Leyan Colak die Chance, sich in der Hoffnungsrunde immerhin fürs kleine Finale zu qualifizieren. Diese Möglichkeit nutzte der Germane ausgerechnet gegen Abdurrahim Sekmen, seinen Dauerrivalen aus den eigenen Landesverband, denn er kommt aus Essen. Hier bewies Colak seine Qualitäten und gewann nach Punkten.

Im kleinen Finale um Platz setzte sich Leyan Can Colak nach Punkten gegen Nico Altmeyer aus dem Saarland durch und hat ein weiteres Mal bewiesen, dass er der Spitzengruppe der deutschen Elite angehört. Sein nächstes Ziel sind die Deutschen Meisterschaften im April, bei denen alles möglich erscheint. Colak kann dort mit großem Selbstbewusstsein auf die Matten gegen und zählt zu den Titelaspiranten.

Bei den Freistil-Landesmeisterschaften der C Jugend in Witten gewann in der 46-Kilo-Klasse Mohmad-Arbi Magomadov vom KSV Germania Gold. Sein Mannschaftskamerad Niklas Cremer wurde in der 42-Kilo-Klasse Dritter und Yassin Noah Chopan Vierter.