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Lokalsport: Riders schießen Wolfpack aus der Liga

Lokalsport : Riders schießen Wolfpack aus der Liga

American Football: Die Schiefbahn Riders haben das Lokalduell gegen das Wolfpack aus Mönchengladbach mit 7:6 gewonnen. Damit bleiben die Riders in der Oberliga, während die Gladbacher nun keine Chance mehr auf den Ligaverbleib haben.

Mit Spannung hatten die Schiefbahn Riders auf die Begegnung gegen das Mönchengladbach Wolfpack hingefiebert. Denn das Lokalduell der beiden Nachbarvereine bot deutlich mehr als ein bloßes Aufeinandertreffen zweier Teams, die quasi mit dem Fahrrad zum Auswärtsspiel hätten reisen können. Zwischen den beiden Mannschaften geht es um die Vorherrschaft am Niederrhein, sie sind die beiden ranghöchsten Vertretern in der Region (abgesehen von den Düsseldorfer Panthern, die in der German Football-League spielen). Da geht's auch darum, welcher Club Spielern, die aus der Jugendabteilung kommen und in den Seniorenbereich wechseln wollen, eine bessere Perspektive in der Sportart bieten. Seit dem Wochenende steht nun fest: die Schiefbahner sind's. 7:6 (0:0, 0:0, 0:3, 7:3) gewannen die Riders, die durch diesen Erfolg nicht nur die Gladbacher in der Tabelle unerreichbar hinter sich gelassen, sondern auch zugleich aus der Oberliga geschossen haben. Schiefbahn hat die Ligazugehörigkeit indes durch den Erfolg sicher. In Anbetracht der Brisanz der Begegnung zog es dann auch zahlreiche Zuschauer in die Arena an der Siedlerallee in Schiefbahn.

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Die Vitusstädter waren in ihrem letzten Saisonspiel dazu verdammt, das Spiel mit mehr als 16 Punkten gewinnen zu müssen, um im Abstiegsrennen zu bleiben und zumindest bis zum Schluss darauf zu hoffen, dass die Riders kein weiteres ihrer noch beiden ausstehenden Spiele gegen Ligafavoriten gewinnen. Die stets faire Begegnung wurde von beiden Seiten verbissen geführt. Keine der beiden Angriffsreihen konnte sich vor der Halbzeit auszeichnen, dafür standen beide Verteidigungsreihen zu sicher. Näher als 20 yards kam weder der Schiefbahner noch der Gladbacher Angriff der gegnerischen Endzone. Somit ging es mit 0:0 in die Pause. Nach der Pause keimte das erste Mal Hoffnung beim Wolfpack auf. Kicker André Böhm versenkte ein Fieldgoal zum 3:0 zwischen die Torstangen. Anfangs des 4. Quarters gelang dem Gladbacher Spieler diese Aktion ein weiteres Mal zur 6:0-Führung. Doch ließen sich die Riders nicht aus der Ruhe bringen. Just in dem Moment, als das Spiel zu kippen drohte, schlug der Riders-Angriff zu. Mit einem weiten Pass wurde Widereceiver Daniel Flender bedient, und der vollstreckte vier Minuten vor Schluss per Touchdown zum 6:6 Ausgleich. Mit dem Zusatzpunkt, den Kicker Daniel Schumacher zwischen die Torstangen setzte, gingen die Willicher Footballer mit 7:6 in Front. Damit war den Wölfen der Zahn gezogen.

Riders Headcoach Jörg Hintzen war die Erleichterung anzumerken: "Das Wolfpack hat es uns sehr schwer gemacht. Aber meine Mannschaft hat sich nach dem Rückstand geschüttelt und dann eine Unaufmerksamkeit der Gladbacher Defense ausgenutzt. Ich freue mich für's Team, den Klassenerhalt haben sich die Jungs hart erarbeitet." Ebenso glücklich blickte Riders-Chef Karl-Heinz Thöne drein: "Ich bin happy, dass wir unser Saisonziel erreicht haben. Jetzt können wir nun die Planungen für 2016 frühzeitig in Angriff annehmen."

(RP)