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Rauschende Party der HSG Krefeld nach Sieg im Testspiel

Handball : Rauschende Party der HSG nach Sieg im Testspiel

Die Stimmung nach dem 32:27 beim Bundesliga-Absteiger in Ludwigshafen war prächtig und die optimale Voraussetzung für den Mannschaftsabend. Der Trainer gab die Erlaubnis und das Bier schmeckte prima.

(RP) Die HSG Krefeld Niederrhein hat das erste große Ausrufezeichen der Saisonvorbereitung gesetzt. Bei einem der Zweitliga-Favoriten, dem Bundelsiga-Absteiger Eulen Ludwigshafen, gewann das Team von Trainer Maik Pallach gleichermaßen verdient wie überraschend mit 32:27 (18:12).

Dabei zeigten sich die Gelb-Schwarzen von der ersten Minute an besonders in der Defensive äußerst stabil und gingen gleich in der Anfangsphase mit 6:1 in Führung – ein Vorsprung, den die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt der Partie mehr aus der Hand gab. Lediglich gegen Ende der ersten Halbzeit gab es eine kleine Phase, in der der Favorit auf 11:13 heran kam. Da aber reagierten die Eagles in einer Art, wie es Trainer Pallach gefallen dürfte. Dieser hatte vor dem Test gegen Schalksmühle Mitte der vergangenen Woche gesagt: „Wir wollen kein Spitzenteam werden, wir wollen eines sein und das von Beginn an zeigen.“ In eben dieser Manier, der eines Spitzenteams, reagierten die Seinen dann auch auf den kleinen Hänger: Vier Tore in Folge erzielten die Gäste und legten mit dem folgenden Zwischenstand von 17:11 bereits den Grundstein für den Erfolg.

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Besonders Neuzugang Merten Krings war es, der immer wieder sich auftuende Lücken nutzte und am Ende mit sieben Toren gleichauf mit Ealges-Urgestein KC Brüren bester Werfer wurde. „Wir haben insgesamt sehr gut agiert. Die Angriffskombinationen funktionierten schon richtig stark. Wir haben immer wieder gute Auslösehandlungen gehabt, sehr gut gekreuzt und speziell Merten kam in der zweiten Welle immer wieder sehr gut durch und hatte einfache Tore. Darauf können wir sehr gut aufbauen“, bilanzierte ein zufriedener HSG-Trainer.

Besonders beeindruckend war die Leistung der Gäste in der Defensive. Gegen die Bundesliga-erfahrenen Angreifer der Eulen um Shootingstar Hendrik Wagner, der in der Vorsaison noch 182 Erstligatore (davon 173 aus dem Feld) erzielt hatte, ließen die Gäste wenig zu. Wagner selbst allerdings wurde mit neun Toren bester Werfer der Gastgeber und der Partie.

„Wir hatten heute sehr gute Emotionen in der Abwehr. Das hat durch alle Mannschaftsteile einfach sehr gut geklappt“, befand Pallach, der im ersten Durchgang auf Sven Bartmann, im zweiten auf Lasse Hasenforther im Tor baute. Trotzdem aber möchte der Coach die Bäume nicht in den Himmel wachsen lassen. „Natürlich ist das ein toller Erfolg und gibt viel Selbstvertrauen. Man darf aber nicht vergessen, dass die Eulen erst seit einer Woche im Training sind, jetzt sämtliche Diagnostik hatten, und es ihr erstes Spiel war. Man muss es also etwas relativieren. Trotzdem: Ich bin stolz auf den Auftritt“, sagt Pallach.

Sein Team durfte den Sieg mit einem Mannschaftsabend in der Kurpfalz feiern. Erst am Sonntag ging es per Bus wieder zurück gen Niederrhein. „Und nach so einem Auftritt ist auch mal das ein oder andere Bier mehr drin. Wer gute Leistungen bringt, der darf auch feiern“, gab der Trainer die Parole für den Abend aus. Und nebenbei hat auch eine Feier ja durchaus einen Effekt für das Team. Immerhin müssen viele neue Jungs integriert werden – da hilft es auch, nicht nur zu trainieren, sondern auch anzustoßen – besonders wenn die Party so wohlverdient ist.

HSG: Bartmann, Hasenforther – Krings (7), Schnalle, Juric (1), Schneider (2), Noll (1), Hahn (6), Molz (1), Schulz (5), Braun, Brüren (7), Jagieniak (1), Obranovic (1), Mircic