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Fußball: Ratingen zeigt dem VfR die Grenzen auf

Fußball : Ratingen zeigt dem VfR die Grenzen auf

Fußball: Auch im dritten Anlauf 2013 geht der VfR Fischeln leer aus und rutscht auf den vorletzten Platz ab. Gegen die Ratinger SpVgg. Germania laden beim 2:5 zwei schwache Defensivreihen zum Tag der offenen Tore ein.

Spiel, dritte Niederlage. Doch anders als gegen Speldorf und in Kapellen-Erft ging der VfR Fischeln diesmal verdient als Verlierer vom Platz. Denn in vielerlei Hinsicht hatte der Aufsteiger den Gästen der Ratinger SpVgg. Germania bei der 2:5 (2:4)-Heimniederlage nichts Gleichwertiges entgegen zu setzen. Der Tabellendritte zeigte dem VfR in weiten Teilen der Begegnung die Grenzen auf und vergrößerte die Abstiegssorgen an der Kölner Straße. In der Tabelle äußert sich das dadurch, dass der VfR auf den vorletzten Platz abrutsche. Schwer wiegt mittlerweile auch das Torverhältnis, denn 54 Gegentore suchen ihresgleichen.

VfR-Trainer Josef Cherfi vertraute mit einer Ausnahme der Elf der Vorwoche. Mit Tore Mertens für den verletzten Moritz Steiner gab es nur eine Änderung. Eine Viertelstunde passierte nicht viel, weil sich die meisten Szenen im Mittelfeld abspielten. Doch den frierenden Zuschauern boten beide Mannschaften danach eine erste Halbzeit, die die frostigen Temperaturen vergessen ließ. Begünstigt durch Fehler in beiden Defensivreihen klingelte es in den ersten 45 Minuten gleich sechsmal. Zunächst traf Dennis Hecht mit einem direkt verwandelten Freistoß (17.) und nach einer sehenswerten Kombination erhöhte Sascha Meier auf 0:2 (23.). Durch einen abgefälschten Schuss von Kevin Sonneveld kam der VfR wieder heran (25.), aber die Gäste antworteten mit dem 1:3 von Dennis Ter Haag, dessen geblockter Schuss als Bogenlampe über Till Kohnen hinweg einschlug (32.). Nur sechzig Sekunden später erzielte Tore Mertens nach Vorarbeit von Kevin Breuer das 2:3 (33.), aber Hecht stellte den alten Abstand wieder her (40.). Dazwischen hatte Breuer den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am RSV-Keeper Marcel Grote (35.). Und bei der anschließenden Ecke verhinderte Meier das mögliche 3:3 durch Jan Siebe. Das Halbzeitergebnis ging aber trotzdem in Ordnung, weil die Gäste mit hohem Tempo enormen Druck erzeugten, spielerisch schlicht besser waren und auch individuell besser besetzt waren. Exemplarisch dafür stand Torjäger Hecht, den der VfR zu keiner Zeit in den Griff bekam.

Die Gastgeber übernahmen mit Beginn der zweiten Halbzeit die Initiative und besaßen durch Breuer zwei gute Chancen (51./53.). Doch das war es schon. Nach etwa einer Stunde fanden die Gäste wieder zu ihrem Spiel und beendeten damit Fischelner Torraumszenen. Hecht traf zunächst nur die Latte (62.), doch nach einem Ballverlust spielten die Germanen den Gegenangriff gekonnt aus und kamen durch Ferhat Ülker fast mühelos zum 5:2 (75.). Mit diesem Treffer war die Begegnung endgültig entschieden.

Cherfi fand nach der Partie deutliche Worte: "Wir waren auf zu vielen Positionen eine Klasse schlechter besetzt als der Gegner".

(RP)