Power Bullet mit richtiger Taktik zum Sieg

Galoprennen: Power Bullet mit richtiger Taktik zum Sieg

Beim Galopprenntag im Stadtwald feierte Erika Mäders Pferd vor 5100 Zuschauern einen Heimsieg. Unglücklicher Ritt von Alex Pietsch verhindert möglichen Geburtstagssieg. Jockey Martin Seidl war mit vier Siegen der Mann des Tages.

Nur ein Pferd aus dem Rennstall Mäder kam am Sonntag beim Galopprenntag im Krefelder Stadtwald an den Start. Doch der Wallach Power Bullet sorgte mit seinem Sieg für eine hundertprozentige Ausbeute. Eine halbe Stunde vor dem Krefelder Auftritt von Power Bullet war dessen Bruder Power General in Berlin-Hoppegarten in einem Rennen gestartet und hatte Start-Ziel gewonnen. Sofort rief Erika Mäder, die in Berlin den Rennen beiwohnte, ihren Mann Lutz in Krefeld an und teilte ihm die richtige Taktik für Power Bullet mit. Natürlich sollte es nun auch Power Bullet in Krefeld Start-Ziel versuchen.

Wie sich zeigte, hatte Erika Mäder die richtige Taktik gewählt. Mit Erfolgsjockey Martin Seidl im Sattel ging Power Bullet sofort nach dem Start resolut an die Spitze und keiner seiner elf Konkurrenten kam auch nur in seine Nähe. Für die Besitzerin des Wallachs, Nina Sanders aus Krefeld, war es nur drei Monate nach dem Kauf des Pferdes der erste Sieg mit einem eigenen Rennpferd. Da sie in Urlaub weilte, nahm ihre Mutter Elisabeth die Ehrenpreise bei der Siegerehrung entgegen. Vor rund 40 Jahren hatten Elisabeth Sanders und ihr Mann einmal ein Rennpferd besessen und es von Hänschen Hiller im Stadtwald trainieren lassen. So schloss sich in der Familie Sanders nach vier Jahrzehnten ein Kreis.

Auch für den Krefelder Rennsport Journalisten Peter Scheid schloss sich ein Kreis. Nach 41 Jahren Tätigkeit als Redakteur für die bundesweite Rennsportzeitung „Sportwelt“ ging der Fischelner in den wohlverdienten Ruhestand. Zu seinen Ehren war gestern ein Rennen nach ihm benannt worden. Es war das vierte Rennen, in dem leider nur drei Pferde starteten. Trotz der geringen Teilnehmerzahl war es eine spannende Entscheidung, an der der unglückliche Hofer-Jockey Alexander Pietsch großen Anteil hatte. Zweimal lief er sich im Verlauf der Zielgeraden mit dem Hengst Fair Hurricane hinter seinen beiden Konkurrenten fest. Als die beiden Klugpferde Atalena und Silver Stripes ihm dann auch noch die „Bude zu machten“, war es um seine Siegchancen und um das mögliche Geburtstagsgeschenk für Trainer Mario Hofer (62) geschehen.

Bei herrlichem Sommerwetter kamen 5100 Besucher in den Stadtwald. Der Wettumsatz bei sechs Rennen betrug 83.203 Euro. Mann des Tages war Jockey Martin Seidl, der mit Akribie, Power Bullet, Atalena und Dreamorchid vier Siege schaffte. Zweimal war Trainer Markus Klug erfolgreich. Seine Stuten Akribie und Atalena schraubten seine Jahresbilanz auf 37 Siege. Zwei Siege schafften auch die Gäste aus den Niederlanden. Das fünfte Rennen gewann Trainer Christian Johannes Maria Wolters und im sechsten und letzten Rennen siegte der „Krefeld Spezialist“ Lucien van der Meulen mit Bolt Phantom (Jockey Rene Piechulek).