Polizeieinsatz bei Bezirksligaspiel SSV Grefrath gegen VfB Uerdingen

Im Derby zwischen Grefrath und VfB Uerdingen : Polizeieinsatz bei Bezirksligaspiel

Der hektischen Schlussphase zwischen SSV Grefrath und dem VfB Uerdingen folgen Handgreiflichkeiten.

Im Abstiegskampf liegen die Nerven oft blank. Das war auch beim Spiel zwischen den Fußball-Bezirksligisten SSV Grefrath und dem VfB Uerdingen so. Nach zwei Treffern in den dramatischen Schlussminuten trennten sich die Mannschaften beim Abpfiff von Schiedsrichter Daniel van Duijnhoven (Mönchengladbach) 1:1 (0:0). Es war für die Gäste ein glücklicher Punktgewinn, doch damit war eben nicht Schluss. Denn nun wurde es richtig hektisch. Beim Gang in die Kabinen soll es nicht nur zur Rudelbildung und Beleidigungen, sondern auch zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen sein. Dabei gehen die Schilderungen beider Parteien weit auseinander. So soll eine Frau einen Uerdinger Spieler mit dem Regenschirm auf den Kopf geschlagen haben, worauf der die Dame geohrfeigt haben soll. Auch sollen Textilien gelitten haben. Wenngleich alle Beteiligten am Sonntag natürlich versuchten, die Vorkommnisse herunter zu spielen, so gehört es zu den Fakten, dass die Polizei gerufen und eine Anzeige aufgenommen wurde. „Aber da herrschte schon wieder Ruhe und alle Beteiligten standen friedlich beisammen“, berichtet VfB-Trainer Stefan G. Rex.

Zuvor war Fußball gespielt worden. Dabei hatten die Grefrather von Beginn an viel Druck gemacht. 5:1 lautete das Chancenverhältnis zur Pause, wobei Youngster Yannik Luca Zander (2), Nedim Akkus und Philipp Alker (2) in Torhüter Leon Pietta ihren Meister fanden. Dem stand kurz vor der Pause nur eine Möglichkeit für die Gäste durch Dogukan Bayrak gegenüber, der aber drüber schoss. Alker, Zander und Dennis Hoffmann vergaben nach dem Seitenwechsel erneut die Grefrather Führung, ehe auf der Gegenseite Pascal Lucas den Pfosten traf (74.). Kurz danach fischte Pietta einen Freistoß von Christofer Feyen aus dem Winkel. In der 87. Minute schien dann die Entscheidung zugunsten der Gastgeber gefallen, weil Soner Köse aus der Drehung ins Schwarze traf. Aber der jubelnde SSV hatte die Rechnung ohne VfB-Kapitän Christopher Claeren gemacht, der in der Nachspielzeit noch für den Ausgleich sorgte.

Bester Mann auf dem Platz war VfB-Keeper Leon Pietta, der reihenweise mit besten Paraden glänzte. Trotz der Bedeutung verlief die Partie sehr fair, und der Unparteiische brauchte nur drei Gelbe Karten zu zücken; zwei gegen den VfB, und eine gegen den SSV.

Der Punkt dürfte in der aktuellen Tabellenkonstellation den Gästen eher weiter helfen, zumal sie kommenden Mittwoch noch ein Nachholspiel gegen den FC Moers-Meerfeld zu absolvieren haben, und Sonntag die Schwafheimer empfangen. Die Grefrather ihrerseits gastieren noch in Moers-Meerfeld.

Einen Rückschlag gab es in Sachen Aufstiegsbemühungen für den VfL Tönisberg. Das Himmelmann-Team kam gegen den SV Budberg nur zu einem 1:1 (1:0), was unter dem Strich aber in Ordnung ging. Auf dem seifigen Rasen hatten die Hausherren den ersten Abschnitt im Griff, auch wenn viele gut gemeinte Aktionen wegen der Platzverhältnisse im Seitenaus landeten. Dennoch reichte es zum verdienten Führungstreffer durch Jan Esser (33.); Nico Jeegers hatte bestens vorbereitet. Weil die Tönisberger in der zweiten Halbzeit aber die Partie völlig aus der Hand gaben, ging der Ausgleich von Tim Beerenberg (64., Foulelfmeter) absolut in Ordnung.