Pinguine: Trainer Reid zieht positives Fazit

Krefeld Pinguine : Pinguine: Trainer Reid zieht positives Fazit

Auch Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz ist von der Leistung des Teams beim Testspiel in Köln angetan.

Die knapp 100 Fans der Krefeld Pinguine unter den 700 Zuschauern beim ersten Testspiel feierten ihre Helden nach dem 7:4 Erfolg in der Domstadt mit stehenden Ovationen. Auch in den vergangenen Jahren hatten die Pinguine in den Testspielen gegen Ligakonkurrenten Siege eingefahren, für die sie sich in der Saison aber nichts kaufen konnten. Den Sieg am Sonntag darf man im Fan-Lager der Schwarz-Gelben sicher nicht überbewerten, und Trainer Brandon Reid wird schon dafür sorgen, dass bei den Spielern keiner mit zu stolz geschwellter Brust rumläuft.

Es war aber doch einiges anders bei diesem ersten Test als in den vergangenen Jahren. Die Handschrift des neuen Trainers war vor allem bei fünf gegen fünf schon deutlich zu erkennen. Aus der Abwehr heraus waren die Pinguine um ein zielstrebiges Aufbauspiel bemüht, man kombinierte sich dabei schnell durch die neutrale Zone und suchte vor dem gegnerischen Tor immer den freistehenden Mann sowie den Torabschluss. Auch auf der Bank scheint die Chemie zustimmen. Bei fast jedem Wechsel in einer Spielunterbrechung klatschten sich die Spieler ab, das war in der vergangenen Saison auch nicht so häufig zu sehen.

Reid zog nach seiner Premiere an der Bande als Cheftrainer der Pinguine dann auch ein überwiegend positives Fazit: „Die Struktur hat mir schon gut gefallen. Es ist wichtig, dass die Vertrauensbasis der Spieler untereinander wächst. In der Defensive haben wir schon vieles richtig gemacht. Jede Sturmreihe sollte auch in etwa die gleiche Eiszeit bekommen. Das Überzahlspiel war schon in Ordnung, beim Penalty-Killing können wir uns sicher noch verbessern“.

Obwohl die Spieler erst seit zehn Tagen auf dem Eis sind, zeigte sich vor allem die neue erste Sturmreihe mit Jordan Caron, Daniel Pietta und Kirill Kabanov schon sehr spielfreudig und war an den ersten beiden Überzahltreffern maßgeblich beteiligt. Was auch auf eine bessere Saison in der deutschen Eishockeyliga, wie zuletzt hoffen lässt, sind die neuen Verteidiger. Hier setzten die beiden aus Dänemark nach Krefeld gewechselten Martin Lefbvre und Philipp Bruggisser mit je einem Treffer und einer Vorlage zusätzliche Akzente in der Offensive. Ebenso James Bettauer, der mit einem satten Schuss in Überzahl das zwischenzeitlich 5:2 erzielte. Am Auftritt der runderneuerten Pinguine fand auch Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz sichtlich gefallen: „Das was ich hier sehe, macht mir Hoffnung. Ich erkenne eine sehr strukturierte Spielweise und mit unserer Schnelligkeit hat Köln wohl nicht gerechnet. Unsere Abwehr gefällt mir gut. Dass Bruggisser und Lefbvre auch in der DEL bestehen können, da war ich mir sicher, denn das waren in Dänemark die beiden besten Verteidiger. Eine positive Überraschung ist für mich James Bettauer. In diesem Jahr haben wir auch eine gute vierte Reihe, die auch gegen den ersten Sturm unserer Gegner spielen kann“, sagte Schulz während der zweiten Drittelpause im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit Torhüter Michel Weidekamp, den Verteidigern Tom Schmitz und Max Faber sowie den Stürmern Louis Spitzner, Vinny Saponari und Travis Ewanyk hatte noch ein ganzer Block auf der Tribüne Platz genommen. Zumindest die beiden letztgenannten könnten noch mehr als nur gute Alternativen für den Angriff der Pinguine werden.