Krefeld Pinguine: Pinguine nur ein Drittel stark

Krefeld Pinguine : Pinguine nur ein Drittel stark

Die Krefelder mussten sich gestern im Heimspiel gegen Iserlohn nach Penaltyschießen mit 2:3 geschlagen geben. Die Gäste vom Seilersee waren ab dem zweiten Drittel das bessere Team. Denis Shvidki erzielte seinen ersten Treffer.

Eishockey 94 Sekunden fehlten den Pinguinen gestern an einem Sechs-Punkte-Wochenende. Dann glichen die Iserlohner in der regulären Spielzeit zum 2:2 aus und entführten im Penaltyschießen noch den Zusatzpunkt. Vor 4362 Zuschauern überzeugten die Krefelder ihre Fans nur im ersten Drittel. Danach erspielten sich die Gäste aus dem Sauerland die Mehrzahl der klaren Torchancen. Mit den vier Zählern aus den letzten beiden Heimspielen verteidigten die Schwarz-Gelben ihren dritten Tabellenplatz und können nun in der heute beginnenden Länderspielpause für den Endspurt der Hauptrunde ausreichend neue Energie auftanken.

Ohne Richard Pavlikovsky

Mit dem Heimsieg über Hannover hatten die Pinguine beste Werbung für das Duell gegen die Roosters gemacht. Wegen der langen Schlangen vor den Kassen begann das Match fünf Minuten später. Dort wurden alleine 1700 Tickets verkauft. Einige der Spätentschlossenen vermissten Richard Pavlikovsky auf dem Eis. Krefelds erfolgreichster Torschütze war Freitag im letzten Drittel mit dem Kopf gegen die Bande geprallt und klagte am Samstag über starke Kopfschmerzen. Ihm wurde eine Pause verordnet. Auch ohne ihren "König", der von Michail Kozhevnikov ersetzt wurde, übernahmen die Schwarz-Gelben das Kommando. Daniel Pietta scheiterte in der zweiten Minute an Torwart Legace. Nachdem die Gastgeber eine Überzahl nicht nutzen konnten, gerieten sie ab der 13. Minute selber zweimal in Unterzahl. Doch Torwart Langkow war bei Distanzschüssen zur Stelle. Als die ersten Fans bereits auf dem Weg zum Pausen-Bier waren, beendete Denis Shvidki endlich seine lange Durststrecke und erzielte mit seinem ersten Treffer im KEV- Trikot die vielumjubelte Führung (20.). Der Russe konnte sich an der Bande vor Gratulanten kaum retten.

Die Roosters intensivierten im Mitteldrittel deutlich ihre Offensiv-Bemühungen. Alleine Torwart Langkow war dafür verantwortlich, dass kein Gegentreffer fiel. Gegen Roy (22.), Hock (25.) und Joseph (27.) rettete er in höchster Not. Selbst als die Pinguine in der 28. Minute in Überzahl waren, musste Langkow bei einem Break gegen Kopitz auf der Hut sein. Bis auf einen Schuss von Patrick Hager, der aus kurzer Distanz aber genau auf den Torwart zielte, gerierten die Iserlohner bis zur zweiten Pause nicht in Gefahr.

Nachdem die Pinguine zu Beginn des Schlussdrittels eine Reststrafzeit überstanden hatten, plätscherte das Match zunächst vor sich hin. Die Hausherren verwalteten lediglich ihren knappen Vorsprung. Das wurde bestraft, als Wörle am kurzen Pfosten die Scheibe gegen Langkows Schulter schoss, die von dort in die Maschen flog. Die Krefelder wachten nochmal auf. Sie ließen zwar eine Überzahl ungenutzt, aber gerade als die Roosters wieder komplett waren, lenkte Justin Kelly die Scheibe am kurzen Pfosten gegen den Schoner des Torwarts, die von dort über die Linie rutschte. Dieser späte Glückstreffer reichte aber nicht zum Sieg. Als Iserlohn den Torwart vorzeitig vom Eis nahm, glich Roy 94 Sekunden vor dem Ende aus. Kurz vor Ende der Verlängerung vergab Milroy den Siegtreffer. Den besorgte dann Veidemann im Penaltyschießen für die Iserlohn Roosters.

(RP)
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