Lokalsport: Pinguine geschockt: Caron fehlt 3 Monate

Lokalsport: Pinguine geschockt: Caron fehlt 3 Monate

Eishockey: Der kanadische Topstürmer muss erneut an seinem verletzten Ellenbogen operiert werden und kann frühestens in den Play-offs zum Einsatz kommen. Der neue Mietvertrag zögert sich hinaus. Heute ist Berlin zu Gast.

Von vorweihnachtlicher Stimmung war gestern im Lager der Pinguine nichts zu spüren, im Gegenteil. Zwei Hiobsbotschaften trübte bei Verantwortlichen, Trainern, Spielern und Fans gleichermaßen die Stimmung. Zunächst war die Nachricht vom weiteren Ausfall Jordan Carons ein Schock. Der kanadische Stürmer, der bisher nur acht Spiele für Krefeld absolvierte und dabei sechs Treffer erzielte, muss erneut an seinem rechten Ellenbogen operiert werden. Das ergab die MRT-Untersuchung. Der 26-jährige Stürmer hatte sich in Nürnberg bei seinem ersten Einsatz für die Schwarz-Gelben eine Schnittwunde zugezogen. Dadurch entzündete sich der Schleimbeutel, der operativ entfernt werden musste. Jetzt muss noch eine Verletzung am Knochen ausheilen, die dem Stürmer zuletzt immer wieder Schmerzen bereitete.

Die zweite schlechte Nachricht gab Matthias Roos in seiner Funktion als Geschäftsführer bekannt: "Aus unserem Ziel, den Mietvertrag vor Weihnachten unter Dach und Fach zu bringen, wird nichts. Ein neues Zeitfenster gibt es bisher nicht." Dabei hatte vor Wochen die positive Nachricht aus der Politik, dass der DEL-Standort Krefeld erhalten bleiben müsse und man den Pinguinen bessere finanzielle Bedingungen anbieten werde, für Zuversicht gesorgt.

Auch wenn die Pinguine gestern nach dem Training beim Wichteln in der Kabine kurzfristig ihren Spaß hatten, traf sie die Nachricht vom weiteren Ausfall ihres Teamkollegen Caron ziemlich hart. Denn im Kampf um Platz zehn wurde auf den Toptorjäger gebaut. Der wird nur noch aufs Eis zurückkehren, wenn die Mannschaft die Play-offs erreichen sollte. Auf die Frage, ob jetzt doch noch die letzte Ausländerlizenz vergeben wird, antwortete Roos in seiner Rolle als Sportdirektor: "Darüber müssen wir noch sprechen."

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Rick Adduono wirkte gestern ziemlich niedergeschlagen. Das freundliche Lächeln, mit dem er vor jeder Pressekonferenz den Raum betritt, hatte er in der Kabine gelassen: "Das Jordan jetzt keine Option mehr für uns ist, schmerzt sehr. Alle hatten gehofft, dass er bald zurückkommt. Aber die Jungs haben sich geschworen, sich weiter voll rein zu hängen", sagte der Trainer.

Das ist heute auch dringend notwendig, wenn um 19.30 Uhr zum zweiten Mal in dieser Saison die Eisbären Berlin im KöPa zu Gast sind. Patrick Seifert kehrt nach seiner langen Verletzungspause in die Abwehr zurück. Gestern trainierte er sogar in der ersten Überzahlformation, ersetzte allerdings nur Nick St. Pierre, dem der Trainer eine Verschnaufpause gönnte. Durch Seiferts Rückkehr muss Adduono heute zwei Spieler auf die Tribüne verbannen. "In München haben alle vier Reihen einen sehr guten Job gemacht. Daher gibt es für mich keinen Grund, etwas zu verändern", sagte der Trainer. Daher wird es neben Matt MacKay einen Verteidiger erwischen. Entweder Joel Keussen oder Maxi Faber. Im Tor bekommt heute Dimitri Pätzold den Vorzug. Der wartet auf seine neue Torwartmaske, die er sich in den USA im Pinguine-Look bestellt hat.

Zwei Tage vor Heiligabend können die Pinguine mit einer ansehnlichen Kulisse von über 5000 Zuschauern rechnen. Traditionell sind die Heimspiele um Weihnachten und Silvester herum immer gut besucht. Alle Logen sind ausverkauft. Alleine vier Weihnachtsfeiern finden dort statt. Aus der Hauptstadt werden mehr Fans erwartet als beim ersten Saisongastspiel der Eisbären. Die hoffen auf einen Sieg ihres Teams. Denn seit dem 3:1-Heimerfolg gegen Krefeld gab es aus den drei Begegnungen danach nur ein einziges Pünktchen.

(RP)