Pinguine fegen die Eislöwen vom Eis

Eishockey : Pinguine fegen die Eislöwen vom Eis

Die Krefelder zeigten am Wochenende beim Turnier in Dresden zwei Gesichter. Samstag  unterlagen sie nach einer schwachen Leistung dem EBBL-Team Fehervar AV 19 aus Ungarn mit 3:4 n.P. Gestern gewannen sie mit 10:1.

Die Krefeld Pinguine sicherten sich gestern Mittag in Dresden beim Turnier um den „Müller-Fan-Shop-Pokal“ durch einen 10:1-Kantersieg gegen den Gastgeber Dresdener Eislöwen Platz drei und betrieben damit ausreichende Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt am Vortag. Die Auswahl von Trainer Brandon Reid hatte am Samstag gegen Fehervar AV 19 aus Ungarn, die am Spielbetrieb der österreichischen EBBL teilnehmen mit 3:4 nach Penaltyschießen verloren  und dadurch das Finale gegen den Ligakonkurrenten aus Bremerhaven verpasst. Die Artgenossen  von der Nordsee hatten sich ihrerseits im Abendspiel mit 5:2 gegen Gastgeber Dresden durchgesetzt.

Die Schwarz-Gelben machten gegen die Ungarn im Mitteldrittel einen 0:1-Rückstand durch zwei Überzahltreffer binnen 25 Sekunden wett und gingen 2:1 in Führung. Auch ein 3:1 Vorsprung 13 Minuten vor Schluss reichte nicht zum Sieg. Trainer Brandon Reid äußerte sich nach dem Spiel entsprechend kritisch: „Wir haben heute nicht genug getan. Wir müssen uns untereinander mehr unterstützen. 45 Minuten waren gut aber 15 Minuten waren nicht ok. Ich werde mir das Spiel nachher noch mal auf Video anschauen und morgen früh mit den Spielern darüber sprechen.“

Es muss dann wohl eine ordentliche Standpauke gewesen sein, die der Trainer seinen Schützlingen gestern Morgen hielt. Die Pinguine legten von Beginn an los wie die Feuerwehr und  zähmten die Eislöwen aus der DEL 2 gleich in den ersten zehn Minuten mit drei teilweise herrlich heraus gespielten Treffern durch Jordan Caron, Philip Bruggisser und Patrick Seifert. Zwei dieser Tore fielen  als die Pinguine einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Auch beim vierten Treffer durch Caron  waren die Krefelder mit einem Mann mehr auf dem Eis. Insgesamt trafen die Pinguine gegen die deutlich unterlegenen Gastgeber fünfmal in den Kasten von Torhüter Sebastian Stefaniszin, wenn sie in numerischer Überzahl waren. Die Hausherren, die auf den erkrankten ehemaligen Krefelder Steve Hanusch verzichten mussten, erzielten ihren Ehrentreffer im zweiten Drittel durch Steven Rupprich zum 1:4 ebenfalls in Überzahl. Das Mitteldrittel konnten die Dresdener  etwas ausgeglichener gestalten, für Krefeld traf da nur Chad Costello zum 5:1. Insgesamt verbrachte aber  Dimitri Pätzold, der heute das Tor der Pinguine hütete, einen geruhsamen Nachmittag.

Im letzten Drittel drehten die Pinguine dann zur Freude ihrer fünf Schlachtenbummler noch mal richtig auf und zogen den Löwen vollends das Fell über die Ohren. Am Ende sprang dabei ein zweistelliger Sieg heraus. Den Schlusspunkt setzte  Rückkehrer Philip Riefers mit der Schlusssirene. Das 9:1 hatte Diego Hofland in Unterzahl erzielt. Vorher hatten Costello, Adrian Grygiel und Greger Hanson getroffen. So zeigte sich dann auch Trainer Reid vor der langen Rückfahrt nach Krefeld zufrieden und sagte:„ Wir haben  deutlich besser gespielt. Meine Jungs haben sich an unser System gehalten. Heute war auch unser Überzahlspiel mit fünf Toren wieder erfolgreich.“

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