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Philipp Böhmer vom Pech verfolgt

Fechten : Philipp Böhmer vom Pech verfolgt

Der Fechter zog sich am Wochenende beim 29. Lajos-Csire-Turnier des FC Krefeld eine Fußverletzung zu. Der Verein erhielt von den Teilnehmern un vom Verband ein großes Lob für die Ausrichtung.

(NJ) Ein wenig mehr hatte sich Lajos Csire, der Cheftrainer des Fechtclubs Krefeld, an sportlicher Ausbeute seiner Schützlinge beim 39. Lajos-Csire-Gedächtnisturnier durchaus erhofft. „Wenn wir Gastgeber sind, dann rücken Pokale, Urkunden oder Medaillen für unsere Akteure immer etwas in den Hintergrund. Komplimente haben wir vom Rheinischen Fechterbund und unseren Gästen jedenfalls in hohem Maße übermittelt bekommen,“ sagte der Sohn des Vereinsgründers nach der jüngsten Turnierauflage. Die besten Platzierungen aller FCK-Klingensportler gelangen Emily Krahmer (U13) mit Bronze sowie Vincent Hagen und Theo Heitland (beide U11) mit Silber und Bronze.

Gleich zu Beginn des Turniers musste Csire zwei Ausfälle beklagen: Keanu Nagel, dem bei den Erwachsenen durchaus Siegchancen zugetraut wurden, musste nach Leipzig zu einem Kaderlehrgang des Deutschen Fechterbundes. Ole Veltrup musste aus gesundheitlichen Gründen passen. So wollten noch Philipp Böhmer, Jakob Brychy und Markus Neu im Hauptfeld der Erwachsenen punkten. Das Pech blieb der Krefeldern treu: Böhmer (am Ende 18.) musste - mit einer Fußverletzung beim 14:15 gegen den Dortmunder Leonhard Holländer denkbar knapp geschlagen - in der Runde der letzten 32 passen. Brychy (17.) schied gegen den Niederländer Peter Bijker mit 10:15 aus, und Neu (36.) hatte in der Vorrunde mit einigen knappen Niederlagen bereits den Einzug ins Hauptfeld verpasst. Dann muss eben meine Tochter die Familienehre retten“, scherzte Neu nach seinem vorzeitigen K.o.

  • Philipp Böhmer (links) und Timon Arnhold
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Und das tat Antonia Neu dann auch. Sie wurde Neunte in einem starken Teilnehmerfeld und damit bei den Frauen der Erwachsenen-Altersklasse beste Krefelderin. Im Achtelfinale unterlag sie der Warendorferin Mara Meier nach hartem Kampf mit 12:15. Pia Schneider verlor ebenfalls in der Runde der letzten 16 gegen Miriam Thoma (Bielefelder TG) mit 9:15. Im Endklassement wurde sie schließlich an Position 14 gelistet.

Bei den Mädchen U15 gingen die meisten FCK-Vertreterinnen an den Start. Auch hier platzierte sich die erst zwölfjährige Emily Krahmer auf Rang sieben weit vorn. Yixi Wang hatte zuvor im Achtelfinale gegen Tessa Geef (TSV Hagen) beim 13:15 den Kürzeren gezogen. 

Laurenz Alexander Haugk (16.) und Konrad Hagen (21.) hatten im Turnier der U15-Altersklasse mit den vorderen Rängen nichts zu tun. Etliche Gäste aus den Niederlanden, Belgien und der Türkei prägten das internationale Feld und nahmen den deutschen Aktiven einige Zähler weg, die Richtung Rangliste schielten. Bei den jüngeren Jahrgängen gab es die besten Resultate für den FC Krefeld. Mädchen U13: 3. Emely Krahmer, 6. Anni Minhorst; Jungen U11: 2. Vincent Hagen, 3. Theo Heitland, 7. Anton Lukojanov; Jungen U13: 11. Philipp Scheibe, 14. Henri Sahlmann.

Jan Büschgens, der erste Vorsitzende des FCK, zog ein positives Fazit: „Wir haben mit einem durchdachten Hygienekonzept den Rheinischen Fechterbund überzeugt. Csire junior mutmaßte: „Es kann sein, dass wir einer der letzten Ausrichter von Turnieren für die nächsten Wochen oder Monate gewesen sind. Es wird bereits laut darüber nachgedacht, Veranstaltungen abzusagen, die wegen der steigenden Infektions-Zahlen vor noch größeren Problemen stehen als wir.“