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Patrick Klein hütet das Tor des KEV 81

Eishockey-Oberliga : Patrick Klein hütet das Tor des KEV 81

Es kommt nicht allzu oft vor, dass ein Profi seine Laufbahn schon mit 27 Jahren beendet. Patrick Klein hat sich entschieden, der Ausbildung Vorrang zu geben und seinen Lieblingssport als Hobby auszuüben.

Patrick Klein kehrt an die Westparkstraße zurück. Der KEV 81 verpflichtet für sein Oberligateam den 27-jährigen Torhüter, der zuletzt  bei den Löwen Frankfurt in der DEL 2 spielte und davor fünf Jahre bei den Pinguinen zwischen den Pfosten stand. Damit gelang dem KEV auf der wichtigen Position des Torhüters eine Top-Verpflichtung.

Der gebürtige Duisburger erlernte das Torwartspiel im Nachwuchs der Düsseldorfer EG und wechselte als 20-Jähriger im Sommer 2014 zu den Pinguinen. Fünf Jahre verbrachte er bei den Schwarz-Gelben. Insgesamt kam der 181 Zentimeter lange und 85 Kilogramm schwere Torhüter 60 Mal in der DEL zum Einsatz. 2019 zog es ihn nach Frankfurt, wo er in zwei Spielzeiten 54 Mal im Tor stand.

Jetzt hat er sich entschlossen, einen Strich unter seine Profikarriere zu ziehen und am 1. August eine Ausbildung zum Speditionskaufmann zu beginnen. „Eishockey ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und hat lange die Hauptrolle gespielt. Jetzt muss ich auch an das Leben nach der Karriere denken. Eishockey steht jetzt nicht mehr an erster Stelle. Ich bin aber sehr froh, dass ich beim KEV neben meinem Beruf noch meiner Leidenschaft frönen darf“, sagt Klein, der seinen Lebensmittelpunkt passend zu seiner Ausbildungsstätte verlegt hat. Im Oberligateam trifft er mit Adrian Grygiel auch auf einen Spieler mit dem er gemeinsam für die Pinguine gespielt hat.

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Die Verantwortlichen des KEV sind überglücklich, jetzt einen solch erfahrenen Torhüter in ihren Reihen zu haben. Sportvorstand Elmar Schmitz sagt: „Es ist toll, dass sich Patrick dafür entschieden hat, unser U23-Projekt zu unterstützen und seine Schlittschuhe noch nicht gänzlich an den berühmten Nagel hängt. Wir wissen natürlich, dass seine berufliche Ausbildung jetzt im Vordergrund steht. Trotzdem wird er für uns ein absoluter Leistungsträger sein. Unsere jungen Torhüter werden in ihrer Entwicklung von seiner großen Erfahrung profitieren“. Der Neuzugang wird in der kommenden Saison die Nummer 42 tragen.

 Dass sich die Krefelder diesen spektakulären Transfer überhaupt leisten können, hat auch mit Stefan Conrad, einem Goalie-Fan zu tun, der einen Autoteile-Handel in Oberhausen betreibt. So sagt KEV-Voritzender Achim Staudt: „Herr Conrad, der regelmäßig unsere Spiele in der Rheinlandhalle besucht, war maßgeblich daran beteiligt, dass wir Patrick Klein für unser Projekt gewinnen konnten. Er hilft auch, den KEV 81 als Leistungssportstützpunkt für 250 Kinder und Jugendliche zu erhalten.“