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Rudern: Olympioniken in einem Boot

Rudern : Olympioniken in einem Boot

Der Crefelder Ruderclub richtet am Wochenende die Deutsche Sprintmeisterschaft aus. Mehr als 1000 Ruderer messen sich auf dem Elfrather See. Auch die Olympiateilnehmer Marlene Sinnig und Lisa Schmidla sind dabei.

Für Crefelder Ruderclub steht am kommenden Wochenende einer der Höhepunkte in der Saison 2012 an. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft der Achter bei den Männern und Frauen ist der Krefelder Club vom Elfrather See bereits zum zweiten Mal nach 2007 Gastgeber der Deutschen Sprintmeisterschaft. Erster Startschuss am E-See ist am Samstag um 8.45 Uhr; am Sonntag geht es um 9 Uhr los.

Die nackten Zahlen klingen bereits gewaltig. Rund 1000 Ruderer haben für den Wettkampf gemeldet; insgesamt sind Vertreter aus mehr als 80 Vereinen aus ganz Deutschland am Start. Um das Mammutprogramm zu bewältigen, sind 120 freiwillige Helfer des Ruderclubs im Einsatz. "Ohne die könnten wir so eine Veranstaltung gar nicht stemmen", sagt Vorsitzender Walter Jansen. Vor allem die Jugendklassen sind gut besetzt und versprechen somit für spannende Rennen.

Gerudert wird nicht, wie auf Regatten sonst üblich, über die 2000-Meter-Distanz, sondern über eine Kurzbahn, die knapp 400 Meter lang ist. Die Zuschauer können die Rennen dabei auch auf einer Großbildleinwand verfolgen, die Rande der Strecke aufgebaut ist. das soll noch zusätzlich die Attraktivität der Wettkämpfe steigern. "Ich glaube ohnehin, dass die Sprintwettbewerbe eine Chance für die Zukunft des Rudern sind. Da geht es nicht um Sekunden, die einzelne Boote Vorsprung herausfahren, sondern wirklich ganz knapp um Hundertstel", sagt Jansen.

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Vom Crefelder Ruderclub werden eine Vielzahl von Startern mit dabei sein — auch die Olympiateilnehmerinnen Marlene Sinnig und Lisa Schmidla. Die beiden werden dabei zum ersten Mal gemeinsam in ein Ruderboot steigen. "Da bin ich mal gespannt, wie das mit den beiden klappt", sagt Jansen. "Richtig zusammen trainiert haben sie nämlich kaum."

In der Königsklasse, der Achterdisziplin, sind die deutschen Doppelmeister vom CRC natürlich die großen Favoriten. Die Frauen sind seit 2009 bei den Sprintmeisterschaften eine Klasse für sich, die Herren haben sogar seit 2007 stets den Wettbewerb für sich entschieden. "Aber diesmal wird es sicherlich eng zugehen", sagt Jansen. "Das hat man in der Ruder-Bundesliga gesehen. Vor allem das Boot aus Münster ist dafür bekannt, auf den kurzen Strecken sehr schnell zu sein." Auch im Männer-Vierer mit Steuermann geht der CRC auf seiner Heimstrecke mit guten Aussichten ins Rennen: Im Boot sitzen gemeinsam mit Steuerfrau Carolin Staelberg Thorsten Hütz, Lars Henning, Dirk Marterer und Jochen Urban.

(RP)