1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Oldie Selivanov ärgerte die Pinguine

Oldie Selivanov ärgerte die Pinguine

Die Krefelder feierten gestern Abend in der Rheinlandhalle vor 3075 Zuschauern eine erfolgreiche Saisonpremiere auf eigenem Eis.Beim 6:4-Sieg über Zweitligist Bietigheim ließen die Schwarz-Gelben zu Beginn des Schlussdrittels die Zügel schleifen. Verwey droht eine OP.

Sechstes Testspiel, sechster Sieg! Die Krefeld Pinguine setzten gestern Abend bei ihrem ersten Auftritt der neuen Eiszeit an der Westparkstraße ihren erfolgreichen Werbefeldzug für die am kommenden Freitag beginnende DEL-Meisterschaft fort und gewannen gegen den Zweitligisten Bietigheim Steelers mit 6:4. 3075 Zuschauer sorgten in der Rheinlandhalle nach den vielen Problemen der letzten Monate für eine Art Aufbruchstimmung im Krefelder Eishockey. Morgen (18 Uhr) treten die Schwarz-Gelben zu ihrem letzten Vorbereitungs-Match bei den Steelers an.

Gäste standen im Stau

Auf die Heimpremiere mussten die KEV-Fans 30 Minuten länger warten als geplant. Die Bietigheimer waren in einem Stau stecken geblieben. Die KEV-Anhänger nutzten die Wartezeit, um sich so richtig auf die neue Eiszeit einzustimmen. "Endlich wieder Eishockey", schallte es von den Rängen. Und als die Pinguine dann endlich zum Warm-Up erschienen, wurden sie frenetisch begrüßt. Da kamen Erinnerungen hoch an die guten alten Zeiten in der Rheinlandhalle. Nicht ganz so freundlich wurde Alexander Selivanov von seinen ehemaligen Krefelder Fans begrüßt. Der Russe trug zum Glück seine Lieblingsnummer 91, denn sein Name stand in kyrillischer Schrift auf seinem Trikot-Rücken.

Der Klassenunterschied zwischen beiden Teams wurde schnell deutlich. Beide Trainer schickten vier Blöcke aufs Eis. Auf den ersten Torjubel mussten die KEV-Fans dann nicht so lange warten wie auf den Spielbeginn. In der neunten Minute erzielte Patrick Hager den ersten Heimtreffer der neuen Spielzeit. Er hatte seinen Schläger in einen Schlagschuss von Paul Albers gehalten und so die Scheibe unhaltbar für Torwart Morczinietz abgefälscht. Zwei Minuten später fiel Selivanov mit der ersten Strafzeit des Spiels auf. Die Überzahl nutzten die Krefelder durch einen sehenswerten Treffer von Boris Blank. Zu Beginn sorgten die Hausherren für klare Verhältnisse. Justin Kelly tanzte in seinem ersten Match für die Pinguine seine ehemaligen Mannschaftskameraden herrlich aus und erzielte eiskalt das 3:0. Wenig später erhöhte Andreas Driendl mit einem platzierten Schuss. Danach ließen die Schwarz-Gelben die Zügel schleifen. In Überzahl trafen die Gäste durch Kelly-Ersatz Latendresse. Die Steelers witterten jetzt Morgenluft. Innerhalb von 71 Sekunden verkürzten Selivanov und Serikov auf 3:4. Und als erneut Selivanov in Überzahl zur Stelle war, wurde es ziemlich leise auf den Rängen. Doch die Pinguine wollten ihre Fans nicht enttäuschten und drehten nochmal auf. Daniel Pietta verwandelte einen an ihm verursachten Penalty sicher. Und als Steelers-Goalie Morczinietz sein Gehäuse schon verlassen hatte, machte Hager alles klar.

"Für unsere Fans war es ein gutes Eröffnungsspiel mit vielen Toren", sagte Roland Verwey, der mit einem Gipsarm das Spiel verfolgte. Montag soll sich entscheiden, ob er vielleicht sogar noch an seiner verletzten Hand operiert werden muss. Dann würde der Stürmer länger ausfallen.

(RP)