Fußball Özkaya leitet VfR-Sieg ein

Fußball · In der Oberliga gewinnt der VfR Fischeln gegen den Cronenberger SC verdient mit 4:2 und gibt gleichzeitig die Rote Laterne ab. Mit zwei Treffern und mannschaftsdienlicher Spielweise ragte Onur Özkaya heraus.

 Beim VfR Fischeln lief fußballerisch nicht alles rund, aber der Einsatz stimmte zu jeder Zeit. Hier bedrängen Ersatz-Kapitän Michael Killich und Moritz Steiner (Nr. 33) gleichzeitig einen Cronenberger Gegenspieler.

Beim VfR Fischeln lief fußballerisch nicht alles rund, aber der Einsatz stimmte zu jeder Zeit. Hier bedrängen Ersatz-Kapitän Michael Killich und Moritz Steiner (Nr. 33) gleichzeitig einen Cronenberger Gegenspieler.

Foto: Thomas lammertz

Oberliga Die Hoffnung des VfR Fischeln auf den Klassenverbleib erhielt weiteren Nährstoff. Nach dem Derbysieg gelang der Elf um Trainer Josef Cherfi auch ein verdienter Heimsieg gegen den Cronenberger SC. Durch den 4:2 (2:1)-Erfolg gab der VfR kurz vor St. Martin sogar die Rote Laterne ab und kann mit weiterem Selbstvertrauern am Mittwoch zum VfB Homberg reisen.

Eine weitere Steigerung war es aber nicht, was der VfR ablieferte. Das sah auch Cherfi so: "Mit der ersten Hälfte war ich gar nicht zufrieden. Da haben wir es dem Gegner oft zu einfach gemacht. Letzte Woche waren wir auch fußballerisch besser."

Dabei ging es gut los, denn nach einem Freistoß von Michael Killich und Kopfballvorlage des starken Stephan Heller stand Onur Özkaya goldrichtig und köpfte zum 1:0 ein (4.). In der Folge zeigten die Gastgeber einige gute Ansätze, übertrieben aber auch ihr Direktspiel auf engstem Raum, so dass die Gäste durch eine unnötig hohe Fehlpassquote leicht in Ballbesitz kamen. Weiteres Manko war die fehlende ordnende Hand im Mittelfeld. So kamen Fouls zustande, die Freistöße aus zentraler Position nach sich zogen. Einladungen für SCS-Freistoß-Spezialist Marc Bach, bei denen sich der fehlerfreie und unaufgeregte Torhüter Philipp Hollenbenders zweimal auszeichnete (24./45.). Ein drittes Mal lenkte er die Kugel an die Latte, musste den Nachschuss von Markus Beckers aber passieren lassen (35.). Was stimmte, war der unermüdliche Einsatz. Stellvertretend dafür stand das gewonnene Kopfball-Duell von René Hebold, das zur Vorlage für Özkaya wurde, der zwei Gegenspieler stehen hieß und humorlos mit einem Flachschuss vor der Pause das wichtige 2:1 erzielte (45.). Nicht nur aufgrund seiner Treffer war Özkaya gestern der beste Fischelner, für die Selim Özdemir ab November spielberechtigt ist.

Nach einer guten Chance für Özkaya (46.) folgte die beste Szene von Kevin Sonneveld, der nach starkem Antritt Moritz Steiner bestens auflegte, der zum 3:1 nur noch einschieben musste (49.). Doch damit war der Sieg nicht eingetütet, denn der SC verkürzte durch Paul Fudala (56.). Es folgte ein offener Schlagabtausch, in dem Heller und Co. leidenschaftlich dagegen hielten, durch frühe Attacken Fehler provozierten, aber auch eine überflüssige Ampelkarte für Hebold kompensieren mussten (76.). Glücklicherweise brachte Killich vorher den VfR-Sieg durch einen direkten Freistoß unter Dach und Fach (67.). Doch der VfR hatte auch Glück, denn der SC traf noch zweimal das Aluminium (84./89.). Der Pechvogel hieß gestern Stephan Maas. Der VfR-Kapitän zog sich eine Zerrung zu und schied vorzeitig aus.

(RP)