1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Nimczyk beim 127. Derby kein Top-Favorit

Saisonhöhepunkt der Traber : Nimczyk beim 127. Derby kein Top-Favorit

Der Deutsche Meister der Berufs-Trabrennfahrer startet am Wochenende in Berlin-Mariendorf beim Saison-Höhepunkt. Insgesamt sind aus dem Pferdesportzentrum Kaiserhof in Schiefbahn von Freitag bis Sonntag 25 Pferde gemeldet.

Das Festival des Trabrennsports gehört Jahr für Jahr zu den Höhepunkten im deutschen Sportkalender. Das große Derby-Spektakel findet von Freitag bis Sonntag auf der Bahn von Berlin-Mariendorf statt. Und mitten drin Michael Nimczyk, der Deutsche Meister der Berufs-Trabrennfahrer. Zweimal gewann der Champion mit dem Goldhelm schon das Stuten-Derby, das am Samstag gestartet wird. Mit dem Derby der Hengste, das Sonntag zum 127. Mal ausgetragen wird, konnte der 36-jährige Schiefbahner seine eindrucksvolle Karriere bisher noch nicht krönen. „Wir sind diesmal bei den beiden Derby-Rennen kein Favorit, aber wir haben absolut konkurrenzfähige Pferde am Start“, sagt der Dauer-Meister, der bereits elf deutsche Titel, davon die letzten zehn in Folge, sammelte. Geändert wurde das Reglement. Statt nur dreijährige Vierbeiner starten erstmals die vierjährigen, die damit zum zweiten Mal in Folge dabei sind.

Nimczyks bisherige Jahres-Bilanz bestätigt erneut seine dominierende Rolle. Nach 308 Starts stehen 113 Siege zu Buche. Der Zweitplatzierte kommt auf 51 Siege. Seit neun Monaten ist der Schiefbahner auch auf den Bahnen in Schweden, wo der Trabrennsport einen großen Stellenwert besitzt und die Preisgelder viel höher sind als hierzulande, ein gefürchteter Konkurrent. Das beweist sein fahrerisches Können, denn die Schweden gehören zu den besten Fahrern der Welt. Gerade erst am Dienstag gelangen ihm auf der Bahn von Jägersro in der Nähe von Malmö ein Sieg und zwei zweite Plätze. Dort befindet sich auch die Zweigstelle des Pferdesportzentrums Kaiserhof in Schiefbahn.

  • Die Stadt Kleve sucht Wahlhelfer.
    Bei der Landratswahl : Wahlhelfer bekommen in Kleve bis zu 125 Euro
  • Eine 75-jährige Wermelskircherin fiel auf die
    “Romance Scamming“-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis : 75-Jährige überweist 21.000 Euro an Betrüger
  • Rettungskräfte stehen an zerstörten Fahrzeugen.  Bei
    Baden-Württemberg : Ein Toter und neun Schwerverletzte bei Unfall mit E-Testfahrzeug

Wenn Nimczyk am Donnerstag aus Schweden zurückkehrt, bleibt nicht viel Zeit zum Durchatmen. Denn auf dem Kaiserhof werden die ersten der insgesamt 25 Pferde verladen und auf die Reise zum Derby-Wochenende in Berlin geschickt. Darunter sind natürlich einige der schnellsten Traber Deutschlands, die an den drei Tagen bei den Hauptrennen an den Start gehen. Dabei sitzt nicht nur Michael Nimczyk vom Kaiserhof im Sulky. Seine Schwester Cathrin und sein Onkel Thomas Maaßen fahren am Freitag um die Krone der Amateure und haben durchaus Chancen, sich in den Vorläufen für das B- oder A-Finale zu qualifizieren.

Am Samstag wird der Deutsche Meister um 16.50 Uhr im Sulky sitzen, wenn das „Marion Jauß Stuten-Derby“ gestartet wird. Zweimal konnte er den zweiten Höhepunkt der Derby-Tage gewinnen, der diesmal mit einem Gesamtpreisgeld von 128.000 Euro dotiert ist. Alleine dem Sieger winken 62.000 Euro. Nimczyk geht mit der vierjährigen Stute „Sunset boulevard“ ins Rennen, mit der er für deren Besitzerin schon 60.000 Euro gewonnen hat. Auch Robin Bot, der zum Team vom Kaiserhof gehört, startet beim Stuten-Derby und gilt mit „Luna Scott“, als hoch gehandelter Außenseiter.

Auch am Sonntag beim 127. Deutsches Traber-Derby ist der Kaiserhof mit dem Duo Nimczyk/Bot vertreten. Der Deutsche Meister besitzt mit „Lorens Flevo“ die größten Außenseiterchancen. Der Hengst brachte insgesamt schon fast 125.000 Euro in den Stall zurück. Er ist im Besitz der Berlinerin Karin Walter-Mommert, zu der ein Derby-Sieg auf ihrer Hausbahn  glänzend passen würde. Diesmal ist das Derby mit insgesamt 325.226 Euro dotiert, so viel wie schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Der Sieger kassiert 154.613 Euro. Auch der Niederländer Bot, der hinter dem schnellen „Staccato HL“ im Sulky sitzt, dürfte bei optimalem Rennverlauf ein Wörtchen mitreden. 

Michael Nimczyk geht an den drei Tagen insgesamt 22 Mal an den Start. Wenn alles einigermaßen rund läuft, dürfte er wie schon so oft als erfolgreichster Fahrer von der Spree zurückkehren.