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Niederländer feiern beim Frühlingsrennen im Krefelder Stadtwald

Galopp : Niederländer feiern im Stadtwald

Romy van der Meulen feiert zwei Siege und tritt in die Fußstapfen ihres Vaters. Auf der Krefelder Galopprennbahn fehlten nicht nur die Zuschauer, sondern ob niedriger Preisgelder auch ein paar Pferde.

Die junge niederländische Galopptrainerin Romy van der Meulen drückte dem Galopprenntag am Samstag im Krefelder Stadtwald eindeutig ihren Stempel auf. Nicht nur, dass sie zwei der zehn Rennen gewann, hinzu kamen auch noch ein zweiter und ein dritter Platz bei insgesamt nur sechs startenden Pferden. Ihre Jahresbilanz hat die 24jährige damit bei 46 Starts in Deutschland auf hervorragende zehn Siege verbessert.

Dabei hat Romy van der Meulen das Ruder im Rennstall im niederländischen Boxmeer erst zum Ende 2020 von ihrem Vater Lucien van der Meulen übernommen. Der gewichtige Autohändler ist auf allen europäischen Rennbahnen beliebt und bekannt als der „Dutch Master“. Legendär sind die Siegesfeiern seines Teams nach gewonnen Rennen, wobei auch immer die diversen Rennbahn-Gastronomien zu ihrem Recht kommen.

Im 3. Rennen schlug das van der Meulen-Team gleich doppelt zu. Nicht nur der Sieger Celestial Wood kommt aus Boxmeer, nein auch der Zweitplatzierte Shoot The Moon wird dort vorbereitet. Da war die Freude bei den niederländischen Gästen doppelt groß. Gleich 30 Minuten später folgte der zweite Streich: Honore Daumier ließ seine sieben Gegner alt aussehen und gewann unter Nachwuchsjockey Leon Wolff, der auch schon den ersten Sieger geritten hatte. Im 8. Rennen folgte dann noch ein dritter Platz von Amaranto, was die Erfolgsbilanz abrundete.

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Durch die Bank wurde am Samstag im Stadtwald Basissport geboten. Die vom Rennclub ausgeschriebenen geringen Rennpreise lockten nur wenige, weit entfernt arbeitende Trainer an und somit gab es übersichtliche Starterfelder. Insgesamt kamen 70 Pferde in zehn Rennen an den Start. Der Tag war geprägt von Doppelsiegern.

Vier Jockeys – Leon Wolff, Andrasch Starke, Michael Cadeddu und Adrie de Vries – gewannen jeweils zwei Rennen. Neben Romy van der Meulen holte auch noch Trainerin Sarah Weis (Köln) mit Verrnatsch (der dritte Sieg des Pferdes im Krefelder Stadtwald) und Wikileaks zwei Sieger vom Geläuf ab.

Drei Sieger mit einer guten Zukunft könnte man gesehen haben. Sprinter Flamingo Hollow aus dem Stall von Trainerin Yasmin Almenräder (Mülheim an der Ruhr) wird sich nach seinem leichten Erfolg in den besseren Sprintrennen in Deutschland beweisen können. Der dreijährige Alborz wird in Köln von Henk Grewe trainiert. Er scheint auf den Mitteldistanzen rund um die Meile zu Hause zu sein.

Ihrem Namen alle Ehre machte die Stute Walkaway, im Besitz des Gestüt Schlenderhan und trainiert von Markus Klug in Heumar. Als Jockey Adrie de Vries sie eingangs der Zielgeraden kurz antippte, stiefelte sie auf viele Längen von ihren Gegnerinnen weg. Das machte viel Eindruck und könnte in einem Start im Stuten-Derby Preis der Diana einen zukünftigen Höhepunkt finden.

Für die Krefelder Starter gab es zwei Platzierungen. Beide eroberten Schützlinge von Trainer Hans-Albert Blume. Keep Running belegte hinter Sieger Alborz Platz drei und Aktion wurde im Wikileaks-Rennen Vierter.