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Mika Schroers vom SV Thomasstadt Kempen zur Borussia

Auf dem Weg zum Fußballprofi : Mika Schroers: Von Kempen zur Borussia

Die 18-jährige Stürmer stammt aus dem Nachwuchs des SV Thomasstadt Kempen und spielt mittlerweile für die U19 und U23 des Fußball-Bundesligisten. Sein Vorbild ist Robert Lewandowski.

Mit Mika Schroers steht ein Talent aus dem Nachwuchs von Thomasstadt Kempen auf dem Sprung in den Profifußball. Der 18-jährige Stürmer machte seine ersten Erfahrungen mit dem runden Leder von 2007 bis 2009 auf der Sportanlage an der Berliner Allee und auf der Ludwig-Jahn Kampfbahn in Kempen. Seine damaligen Trainer waren Marc Kästner und Frank Fluß. Letzterer erinnert sich noch gut an den damals fünfjährigen  Steppke: „Er hat in der F-Jugend gespielt, war schon da technisch überaus visiert und hatte viel Spielverständnis. Im Gegensatz zu anderen talentierten Spielern hatte er schon den Blick für den Nebenmann und wollte nicht alle Tore selber schießen.“

2009 verschlug es Schroers nach Wachtendonk/Wankum bevor er 2012 zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Die Erinnerungen an seine Zeit in Kempen und dem Wechsel nach Wachtendonk sind bei dem Nachwuchstalent inzwischen verblasst: „Zu meinen Mitspielern von damals habe ich keinen Kontakt mehr. Ich bin nach Wachtendonk gewechselt, weil meine Eltern umgezogen sind“, sagt Schroers. Auf seinen Sprung im Jahr 2012 nach Mönchengladbach angesprochen, meint er: „Ja, ich glaube, dass ich bei einem Turnier von Borussia beobachtet worden bin, mein Vater hat aber auch dort angerufen.“

Fußball spielt übrigens in der Familie Schroers eine große Rolle. Bereits sein Großvater Hannes jagte dem runden Leder nach und sein Vater Jan war Profi und spielte als Stürmer unter anderem für Alemannia Aachen. Sein Cousin Jannik Vestergaard spielte auch für Borussia Mönchengladbach und steht jetzt in England beim FC Southampton unter Vertrag. Mika Schroers lebt im Internat von Borussia und hat in diesem Jahr sein Abitur gemacht: „Der Schulabschluss war mir sehr wichtig, denn man weiß nie, was im Fußballgeschäft passiert, im Fußball kann auch schnell alles vorbei sein.“ Diese Erfahrung machte er innerhalb der Familie. Sein älterer Bruder musste seine Karriere bereits im Alter von 16 Jahren im Nachwuchs des SV Straelen wegen zwei schwerer Verletzungen beenden.

Schroers spielt derzeit in der U-19 der Fohlen und ist dort auch Vizekapitän. Darüber hinaus gehört er auch dem Kader der Regionalligamannschaft der Borussen an. Sein Debüt feierte er am 6. Oktober als er beim 1:0-Sieg der Grünweißen bei der zweiten Mannschaft vom FC Schalke 04 in der 70. Minute eingewechselt   wurde. Drei Tage später gehörte er bei der 1:2-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln zur Startelf. Sein Trainer in der Regionalligamannschaft ist Heiko Vogel, der zu Beginn der Saison 2019/2020 noch Cheftrainer beim KFC Uerdingen war. „Mein Ziel ist es, den Sprung in den Profikader bei Borussia zu schaffen“, sagt Schroers, der auch schon in verschiedenen U-Nationalmannschaften für Deutschland aufgelaufen ist. „Mal in der A-Nationalmannschaft aufzulaufen, das ist ein Traum, da denke ich im Augenblick aber nicht wirklich drüber nach“, sagt der 180 Zentimeter große Angreifer. „Mein Vorbild ist Robert Lewandowski, ich bin aber eigentlich ein Spielertyp wie Timo Werner, weil ich auch über die Schnelligkeit komme“, merkt das in Kempen geborene Talent an.

Sein Verein aus Kindertagen profitiert nun auch von seiner Karriere bei der Borussia und in den Auswahlmannschaften des DFB. Thomasstadt Kempen freut sich über einen Scheck in Höhe von 1.200 Euro, den der Fußballverband Niederrhein aus dem DFB-Bonussystem dem Verein für die Ausbildung von Mika Schroers zur Verfügung stellt. Der DFB belohnt damit Vereine für die Ausbildung von Spielern, die den Sprung in die U-Nationalmannschaften des DFB geschafft haben. Der 2. Vorsitzende der Thomasstädter Michael Beenen freute sich riesig über den Scheck: „Es ist jetzt das dritte Mal, dass wir vom DFB bedacht werden. Auch für Sven Holtmanns und Louis Beyer haben wir einen Scheck bekommen. Das macht uns sehr stolz und tut unserer Vereinsarbeit gerade in der Jugend gut.“