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Michael Nimczyk gewinnt den Stuten-Preis

Trabrennen : Michael Nimczyk gewinnt den Stuten-Preis

Der Deutsche Meister der Berufs-Trabrennfahrer aus Schiefbahn gewann beim 125. Deutschen Derby auf der Bahn von Berlin-Mariendorf wie schon im Vorjahr einen der beiden Saisonhöhepunkte. Beim Hauptrennen belegte er Platz zwei.

Die Erfolgsgeschichte von Michael Nimczyk kennt kein Ende. Beim 125. Deutschen Traberderby in Berlin gewann er am Samstag mit „Kyriad Newport“ vor 5000 Zuschauern zum zweiten Mal in Folge den mit 90.000 Euro dotierten Stuten-Preis. Damit aber nicht genug. Am Sonntag belegte der 33-jährige Schiefbahner beim mit 200.000 Euro dotierten Jubiläums-Derby der dreijährigen Hengste mit „Straight Flush“ einen hervorragenden zweiten Platz , was bisher sein größter Erfolg in diesem Traditions-Rennen bedeutet. Insgesamt steuerte der neunfache Deutsche Meister der Berufsfahrer mit dem Goldhelm an den drei Derby-Tagen seine Pferde sechs Mal als Sieger ins Ziel und sammelte damit für die Besitzer insgesamt rund 120.000 Euro an Siegprämien ein. Dabei ragte auch der Sieg im mit 10.000 Euro dotierten Jugend-Preis 2020 für Zweijährige heraus, den er mit „Jimmy Ferro“ souverän gewann und damit einen weiteren Kandidaten für das Derby 2021 im Stall hat. „Obwohl so weit zurück, war ich sicher, das Ding zu drehen, denn irgendwann mussten die Vorderen bei dem Höllentempo zurückkommen - und ich hatte die Hände noch immer voll“, sagte Nimczyk bei der Siegerehrung

Es waren mal wieder sein fahrerisches Können und seine taktische Cleverness, mit dem Michael Nimczyk, kurz „Meiki“ genannt, was ihn beim mit knapp 90.000 dotierten Stutenpreis auszeichnete. Eigentlich war er kurz vor dem Schlussbogen schon so gut wie geschlagen. Doch wie er sich dann vor der Zielgeraden in die aussichtsreiche Außenposition brachte und seine Stute als Sieger ins Ziel lenkte, war meisterlich. Der Jubel im Lager der Familie Nimczyk war vor der Siegerehrung riesengroß. Schließlich wird „Kyriad Newport“ von Michaels Vater Wolfgang Nimczyk trainiert und ist im Besitz von Ulrich Mommert, Präsident des Berliner Trabrennvereins.

Beinahe hätte es für ihn auch zum ersten Sieg im Derby der dreijährigen Hengste gereicht. Der haushohe Favorit „Keytothehill“, gesteuert vom 29-fachen Deutschen Meister Heinz Wewering, war bereits kurz nach dem Start wegen eines Fehlers disqualifiziert worden. Dadurch kam Nimczyk nicht optimal vom Start weg. Doch er blieb dem niederländischen Fahrer Robin Bakker mit Mitfavorit „Wild West Diamant“ auf den Fersen. Hätte er mit „Straight Flush“ von der Besitzergemeinschaft Brocker/Mommert einen Hauch früher seinen Angriff starten können, wäre in diesem schnellsten Derby aller Zeiten ein Sieg drin gewesen. Trotzdem war der Champion mit der Derby-Bilanz zufrieden. Schließlich war das Team Nimczyk vom Pferdesportzentrum Kaiserhof in Schiefbahn bei einem Derby noch nie so erfolgreich. „Wir haben im wichtigsten Traber-Ereignis des Jahres einen tollen Erfolg gefeiert. Wenn man damit nicht zufrieden ist, ist man das nie mehr. Ich danke meinem Team, ohne das diese Erfolge gar nicht möglich wären. Mein Dank gilt auch dem Präsidenten des Trabrennvereins Berlin Ulrich Mommert, der es möglich gemacht hat, dass das Derby während der Corona-Pandemie überhaupt noch stattfinden konnte“, sagte Nimczyk am Montag nach seiner Rückkehr an den Niederrhein.

Bis zum Jahresende steuert der Champion seinem zehnten Meistertitel entgegen. Derzeit führt er die Rangliste mit 104 Siegen unangefochten an. Und weitere Siege sind garantiert.