Michael Nimczyk bleibt der ungekrönte Traberkönig

Trabrennen : Michael Nimczyk bleibt der ungekrönte Traberkönig

Der Deutsche Meister der Berufsfahrer landete bei 123. Deutschen Derby in Berlin auf Rang vier.

Auf den größten Erfolg seiner bisher so erfolgreichen Karriere muss Michael Nimczyk weiter warten. Beim mit 216 000 Euro dotierten 123. Deutschen Derby belegte der 32-jährige Champion auf der Bahn von Berlin-Mariendorf im zwölfköpfigen Fahrerfeld mit seinem dreijährigen Hengst „Chapter One“ den vierten Platz. Mehr war an diesem Tag für den siebenfachen Deutschen Meister, der in diesem Jahre zum fünften Mal in Folge den Goldhelm als Zeichen des amtierenden Champions trägt, nicht drin.

Von Startplatz zwei legte der Schiefbahner los wie die Feuerwehr. Er vertrat zusammen mit Oldie Heinz Wewering die deutschen Farben bei diesem bundesweiten Saisonhöhepunkt. Doch eine sechsköpfige niederländische Fraktion, angeführt von Topfahrer Robin Bakker, saß Nimczyk im Nacken. Der wehrte sich nach Kräften und war auf dem besten Wege, für den Berliner Besitzer von „Chapter One“ den ersten Berliner Derby-Sieg seit 1988 einzufahren. Aber den Angriff von Bakker, der mit seinem Hengst „Mister F Daag“ als Top-Favorit (17:10) gestartet war, konnte Nimczyk nicht abwehren.

Immerhin stellte er auf den 1900 Metern mit 1:12,7 einen neuen persönlichen Rekord von „Chapter One“ auf. „Ich habe alles versucht, aber die Konkurrenz war heute einfach zu stark“, sagte Nimczyk nach dem Rennen zu seinem ehrenvollen vierten Platz.

Der Niederländer Bakker gewann das Derby in neuer Rekordzeit (1:12,3) jetzt schon vier Mal in Folge, was bisher keinem Fahrer gelang. Bakker gewann auch am Samstag den mit 91 000 Euro dotierten Stutenpreis, zweiter Höhepunkt der Derbywoche.Für Nimczyk blieb nur Rang acht.

Insgesamt war der Schiefbahner am Derby-Wochenende mit 21 Trabern aus dem Pferdesportzentrum Kaiserhof in Schiefbahn an der Spree. Zehn Mal fuhr er als Sieger ins Ziel. So gewann Nimczyk unter anderm den Shootingstar-Cup mit Viveur Bi (3), was ihm bei der Siegerehrung natürlich ein strahlendes Lächeln entlockte.

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