Tennis: Merkel plant zweigleisig

Tennis : Merkel plant zweigleisig

Die unsichere Wetterlage erschwert die Planungen von Olaf Merkel für das vierte Spiel in der laufenden Saison der Tennis-Bundesliga. Tritt der HTC Blau-Weiß Krefeld in der Halle gegen Aufsteiger Wacker Burghausen an, will der Teamchef lieber seine Hallenspezialisten aufbieten.

Wenn am Sonntag der erste Aufschlag in der Tennis-Bundesliga erfolgt, dann liegt hinter dem Teamchef des HTC Blau-Weiß Krefeld, Olaf Merkel, eine ganze Menge Grübelei. Denn dann herrscht vermutlich Gewissheit, wo denn das vierte Spiel der laufenden Saison ausgetragen werden kann. Denn das Wetter spricht momentan eher für einen Umzug in die Traarer Tennishalle, und auch für Sonntag sieht es danach aus, als würde es regnerisch bleiben. Um 11 Uhr soll die Partie gegen den Aufsteiger Wacker Burghausen beginnen.

Ein Umzug in die Halle hätte zur Folge, dass Merkel sein Team wahrscheinlich anders aufstellen wird als auf Asche. Denn in der Halle liegt Teppichboden, und das Spiel ist wesentlich schneller als auf Sand. "Ich spiele daher schon mit dem Gedanken, doppelt zu planen", sagt Merkel. Vielleicht bittet er von vorneherein fünf Spieler nach Krefeld, statt wie bislang nur vier. "Einer würde dann ganz gezielt für die Halle kommen", sagt Merkel.

Van Scheppingen ist eine Option

Auch unabhängig vom Wetter steht hinter dem Kader für Sonntag noch ein Fragezeichen. Diego Junqueira und Inigo Cervantes spielen derzeit noch im niederländischen Scheveningen ein Turnier mit, wo sie heute jeweils ihr Viertelfinale hinter sich bringen müssen. Kommen sie weiter, ist am Samstag das Halbfinale – und ihr Einsatz am Sonntag damit fraglich.

Fest steht daher bislang nur, dass Maximo Gonzalez und Nicolas Devilder spielen werden – zumindest, wenn im Freien gespielt werden kann. "Für die Halle überlege ich, ob wir nicht mit unserem alten Hallenspezialisten Dennis van Scheppingen antreten sollen", sagt Merkel. Auch van Scheppingens niederländischer Landsmann Antal van der Duim wäre eine Alternative, und auch der Spanier Pablo Galdon, der bislang noch nicht zum Einsatz kam, könnte vielleicht noch nachrücken. Beide stehen jedenfalls Gewehr bei Fuß, wenn der Anruf aus Krefeld kommen sollte. "Wahrscheinlich weiß ich es selbst am Samstag abend sicher", sagt Merkel, "oder vielleicht entscheiden wir auch erst am Sonntag. Das muss man jetzt einfach mal abwarten".

Fest steht zumindest der Gegner. Das ist mit Wacker Burghausen ein Neuling in der Liga, der laut Merkel zurecht aufgestiegen ist: "Burghausen hat den Kader sehr ausgeglichen besetzt und sich gut verstärkt. Das ist nicht so wie beim Fußball, wo man schon mal sagt, dass Aufsteiger eher schlechter sind als etablierte Teams. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Und es gibt Gründe dafür, dass Burghausen schon zweimal gewonnen hat." Nichtsdestotrotz schätzt er die Chancen für Sonntag auf fifty-fifty. "Ich bin optimistisch, dass wir mindestens einen Punkt holen. Auch zwei sind sicherlich drin."

(RP)