Melzer und Berlocq retten einen Punkt 

Tennis: Melzer und Berlocq retten einen Punkt 

Mit einem 3:3-Unentschieden kehrte Tennis-Bundesligist HTC Blau-Weiß Krefeld gestern aus Aachen zurück. Die beiden Italiener Lorenzi und Cecchinato erwischten einen schlechten Tag. Morgen (11 Uhr) Heimspiel gegen TV Reutlingen.

Von H.-G. Schoofs

Der Himmel über dem Kurpark in Aachen leuchtete gestern Nachmittag zwar in Azzuri-Blau, doch angesichts schwacher Vorstellungen seiner beiden italienischen Topspieler Paolo Lorenzi und Marco Cecchinato musste sich der HTC Blau-Weiß Krefeld beim TK Kurhaus Aachen mit einem 3:3 (2:2)-Unentschieden zufrieden geben. Nach einer 2:0-Führung gerieten die Gäste vom Niederrhein mit 2:3 in Rückstand. Im letzten Doppel retteten dann die beiden Routiniers Carlos Berlocq und Jürgen Melzer, die bereits ihre Einzel gewonnen hatten, den einen wichtigen Punkt. Bereits morgen steigt im Stadtwald das Heimspiel gegen Aufsteiger TV Reutlingen (ab 11 Uhr).

Nach dem Auftakterfolg gegen Köln waren die Blau-Weißen mit breiter Brust in die Kaiserstadt gefahren. Zudem gingen sie angesichts ihrer Aufstellung als Favorit ins Match. Denn Aachen musste aufgrund von Verletzungen und Turnierverpflichtungen seinen Doppelspezialisten Philipp Petzschner im Einzel aufbieten, der gegen Berlocq nicht den Hauch einer Chance hatte. Auch Melzer hatte bei seinem Saisondebüt für Krefeld leichtes Spiel und fegte den Deutschen Nils Langer im ersten Satz vom Platz. Doch im zweiten Durchgang tat sich der Österreicher deutlich schwerer und geriet sogar mit 2:5 in Rückstand. Aber dank seiner Erfahrung und seines Einsatzwillens gelang ihm eine tolle Aufholjagd. Er entschied am Ende den Satz im Tiebreak für sich.

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Damit standen die Zeichen für den HTC auf Sieg. Denn jetzt griffen die beiden Italiener Lorenzi und Cecchinato ins Geschehen ein. Letzterer verlor gegen Pablo Cuevas gleich sein erstes Aufschlagsspiel und lief gegen den sehr gut spielen Spanier der Musik hinterher. Im zweiten Satz hatte die Nummer 1 der Krefelder dann nichts mehr zu bestellen. „Das war heute mein schwächstes Spiel in diesem Jahr“, sagte er hinterher.

Etwas besser schien es zunächst für Lorenzi zu laufen. Doch im ersten Satz kassierte er beim Stande von 5:5 ein Break und unterlag mit 5:7. Das raubte dem 36-Jährigen sichtlich jede Moral. Er unterlag im zweiten Durchgang mit 0:6. Auch im Doppel lief für das italienische Topduo gegen die Aachener Cuevas/Langer nicht viel zusammen. So drehten die Gastgeber das Gesamtduell zu ihren Gunsten.

Hoffnung bei den gut 30 mitgereisten Krefelder Fans unter den nur 450 Zuschauern keimte dann wieder auf, nachdem das Duo Berloqc/Melzer gegen die eingespielte Paarung Petzschner/Oswald den ersten Satz im Tiebreak gewonnen hatten. Den Aachenern gelang aber der Satzausgleich. So musste der Match-Tiebreak über Niederlage oder Unentschieden für Krefeld entscheiden. Dabei warfen die Blau-Weißen ihre ganze Routine und ihr Kämpferherz in die Waagschale und setzten sich mit 10:6 durch. Entsprechend erleichtert traten die Krefeld die Rückreise an.