Lokalsport

Auch wenn es noch bis zum 8. Juli dauert, ehe sich im Stadtwald für den HTC Blau-Weiß Krefeld mit dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Köln der Startschuss zur Bundesligasaison fällt, war am Donnerstagabend im neuen VW-Glaspalast bei Tölke + Fischer (TöFi) an der Gladbacher Straße eine große Vorfreude zu spüren. Als enger Partner seines Sponsors präsentierte der Erstligist im Kreise seiner Förderer und treusten Fans sein neues Aufgebot, das erneut vielversprechend ist und dem Liga-Motto "Weltklasse im Club" gerecht wird.

Die beiden Geschäftsführer des Autohauses, Günter Ranz und Ulrich Kiffe, freuten sich bei ihrer Begrüßung über den Besuch der Blau-Weißen als Aushängeschild des Tennissports der Seidenstadt. "Wir freuen uns auch schon auf die Spiele im Stadtwald. Die Atmosphäre dort ist toll. Man kann die Spieler und die Ballwechsel hautnah erleben. Daher macht es uns Spaß, euch zu unterstützen", sagte Kiffe.

Andreas Haak, 2. Vorsitzender des HTC, bedankte sich beim Haus TöFi für die Unterstützung und hofft, dass der Sponsorenkreis noch größer wird: "Wir haben dieses Jahr ein Spiel mehr, dadurch wird es wieder teurer. Daher bitte ich die Sponsoren in unserer heutigen Runde, ob noch was geht oder mögliche neue Sponsoren anzusprechen."

Ehe Teamchef Olaf Merkel seine neue Mannschaft präsentierte, stellte er die langjährige Zusammenarbeit mit dem Autohaus heraus: "TöFi und Blau-Weiß, das ist ein unschlagbares Doppel. Dass wir heute zum dritten Mal hier sind, ist ein gutes Omen. Denn die vergangenen beiden Jahre waren sehr erfolgreich." Er blickte kurz zurück auf die vergangene Saison, in der die Heimspiele wieder die Höhepunkte des Krefelder Tennisjahres waren. Er bedankte sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern der Blau-Weiß-Familie: "Ohne euch wäre das alles nicht möglich." Im sportlichen Bereich stellte er den Teamgeist unter den Spielern heraus: "Der war außergewöhnlich gut. Sie haben sich prima verstanden. Sie sind nicht nur gute Spieler, sie sind auch sympathische Jungs." Damit das auch in diesem Jahr so bleibt, war das für Olaf Merkel auch bei der Zusammenstellung des neuen Teams ein wichtiger Punkt. "Obwohl es aufgrund der positiven Bilanz eigentlich nicht viel zu ändern gibt, weiß jeder, der mich kennt, dass ich nie zufrieden bin", sagte der Teamchef. Seine Analyse ergab, dass nur fünf Spieler bei 80 Prozent aller Begegnungen im Einsatz waren. Daher galt im Winter sein Fokus Spielern, die für die Positionen zwei und drei in Frage kommen und in der Weltrangliste zwischen Position 100 und 200 angesiedelt sind. "Einfach war das nicht, weil es viele Punkte zu beachten gibt. Wollen sie überhaupt in der Liga spielen, es müssen EU-Spieler sein. Sie müssen Juli und August in Europa sein. Es müssen Sandplatzspieler sein, sie müssen in unseren finanziellen Rahmen passen und sympathisch sein", sagte Merkel. So sei für ihn die Entscheidung, von wem trennen wir uns und wen verpflichten wir, schwer gewesen.

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14 Profis meldete der HTC für die neue Saison. Das sind fünf Italiener, vier Spanier, vier Argentinier, davon einer mit spanischem und einer mit italienischem Pass, sowie ein Österreicher. Dazu kommen die drei HTC-Nachwuchsspieler Florian Kaiser, Philipp Lemken und Tobias Prehn, der bereits im Vorjahr einen Einsatz hatte. Die endgültige Reihenfolge der Profis entscheidet sich nach den French Open in Paris. Zum Stadtwald-Team gehören sechs Neuzugänge: Carlos Berlocq, Roberto Carballes-Baena, Ricardo Ojeda Lara, Andrea Collarini, Pedro Cachin, Davide Galoppini und Alessandro Giannessi. Letzterer spielte bereits von 2012 bis 14 für den HTC.

Angeführt wird das Aufgebot weiter vom italienischen Weltklasse-Spieler Paolo Lorenzi. "Das ist eine absolute Ausnahme, dass jemand mit so einem hohen Ranking und seinen Erfolgen so oft in der Bundesliga spielt - und dann auch noch bei uns", erklärte Merkel. Erneut oben mitspielen wollen die Krefelder in der Bundesliga. "Die Favoritenrolle überlassen wir den Großen der Liga. Wir wollen der Hecht im Karpfenteich sein", sagte der Teamchef. Im Vorjahr galten die Blau-Weißen bei ihrer Konkurrenz als Mitfavorit. Aber vom Titel soll weiter nur geträumt werden. Vor zwei Jahren hatte sich im Stadtwald ein Sommermärchen angebahnt. Vielleicht wird es diesmal wahr.

(RP)