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Lokalsport Lisa Schmidla führt Vierer zu Gold

Krefeld · Rudern: Beim Ruder-Weltcup in Luzern siegte die Krefelderin im Frauen-Vierer. Damit zählt das deutsche Boot zu den Titelkandidaten bei den anstehenden Weltmeisterschaften, die Ende August in Amsterdam ausgetragen werden.

 Lisa Schmidla (Archivbild)

Lisa Schmidla (Archivbild)

Foto: CRC

Lisa Schmidla vom Crefelder Ruder-Club hat sich endgültig zu einer der großen Hoffnungen des deutschen Ruderbundes gemacht. Die Journatistikstudentin führte wie schon beim vergangenen Weltcup in Frankreich den deutschen Doppel-Vierer nun auch im schweizerischen Luzern zur Goldmedaille. Mit diesem Erfolg liegt das deutsche Quartett bei der Gesamtworldcup-Wertung an der Spitze und geht als Titelkandidaten bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam, die Ende August ausgetragen werden, an den Start. Das Rennen jetzt am Rotsee mit 44 Nationen galt als letzte Standortbestimmung vor der WM.

Mit einem Sieg am Freitag im Vorlauf zog Lisa Schmidla mit ihrer Crew direkt in das Finale ein. Schmidla sitzt im deutschen Doppelvierer auf der Schlagposition, von der aus sie Julia Lier/Halle, Carina Bär/Heilbronn und Anne Kathrin Thiele/Leipzig den Rhythmus vorgibt. Das lief diesmal so gut, dass sie der Konkurrenz vom Start an enteilten, lediglich die Kanadier hielten das Tempo von Schmidla mit, hatten zur Streckenhälfte aber schon eine halbe Länge Rückstand. Mit einem Spurt bei 1250 Metern setzte sich dann das Boot mit Schlagfrau Schmidla kontinuierlich ab und hatte im Ziel mehr als eine Länge Vorsprung auf Kanada und die später drittplatzierten Neuseeländerinnen. "Julia, Anne und Carina haben mir ordentlich Schub gegeben. Zwischendurch war die Schlagfrequenz nicht ganz optimal, zumal ich schon etwas Bedenken ob des starken Endspurts der Neuseeländerinnen hatte, aber der Spurt von uns hat gut geklappt", erzählte LIsa Schmidla überglücklich über den erneuten Sieg im Doppelvierer. Zudem bringt ihr der Sieg das Gelbe Trikot als World Cup-Führende ein. Von Luzern aus geht es für Schmidla direkt ins Trainingslager an den Weissensee/Österreich.

Ihr Vereinskollege Kristof Wilke hätte seine Mannschaft fast auf das Treppchen geführt, am Ende fehlte eine halbe Bootslänge zu Bronze. Zunächst überwiegte die Enttäuschung, an einer Medaille vorbei geschrammt zu sein, doch nach ein paar Minuten dann doch große Freude bei Wilke, Maximilian Munski/Lübeck, Björn Birkner/Rheinfelden und Toni Seifert/Leverkusen, über das gute Rennen. Mit jedem Start arbeitet sich der Vierer in dieser Saison weiter nach vorne. Im Vorlauf zogen die vier mit den Niederländern als zweite in das Finale ein. Abonnement Sieger Großbritannien ließ auch diesmal nichts anbrennen und siegte vor den Niederländern mit einer halben Länge und Kanada mit einer dreiviertel Länge Vorsprung. Bis zur WM gilt es, noch einen Schritt weiter zu kommen. Für Wilke geht es daher mit der Männer-Riemen-Gruppe am Donnerstag nach Breisach ins Trainingslager.

Miriam Davids erruderte im Frauen Vierer ohne Steuerfrau den dritten und Johanna te Neues den vierten Platz. Sieger wurden zwei Boote aus Frankreich. "Richtig gut klappt bei uns das Zusammenspiel t noch nicht, wir konnten den Französinnen nichts entgegen setzten", erzählte Miriam Davids, die sich erst später über die gewonnene Medaille freute. Der Vierer ohne Steuerfrau ist bei den Frauen nicht olympisch, daher kommen die meisten Nationen mit ihren Booten erst zur WM. Bleibt abzuwarten wie Bundestrainer Thomas Affeldt das Viererergebnis bewertet und wie der Vierer dann zur WM fahren wird. Te Neues kann mit dem vierten Platz zufrieden sein, ihr Ziel, die Teilnahme an der Studenten-WM, scheint damit realistisch.

(RP)
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