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Hockey: Linus Butt: "Ich bin hochzufrieden"

Hockey : Linus Butt: "Ich bin hochzufrieden"

Der Krefelder Hockeyspieler Linus Butt siegte mit dem deutschen Team im Finale der Hockey- Europameisterschaft gegen die Niederlande. Mit dem EM-Gold hat der gebürtige Kempener nun seinen Traum wahr gemacht.

Linus Butt ist Krefelds Nachwuchstalent. Der 24-jährige Hockey-Spieler des Crefelder HTC hat mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Hockey-EM in Mönchengladbach den Titel nach acht Jahren wieder nach Hause geholt. Vom 20. bis zum 28. August spielte Butt mit seinem CHTC-Teamkollegen Oskar Deecke im deutschen Trikot. Das Krefelder Duo bewies dabei einmal mehr, dass in Krefeld hochklassige Hockey-Nachwuchsarbeit geleistet wird.

Mit dem Sieg im Finalspiel gegen die Niederlande am Sonntag hat sich Butt nicht nur seinen EM-Traum verwirklicht, sondern auch gleichzeitig das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London gelöst. Die RP sprach mit dem Medizin-Studenten über die Höhepunkte der EM, seine persönlichen Glücksmomente und die Pläne für 2012.

Wie geht es Ihnen am Morgen nach dem Finalsieg?

Butt: Noch bin ich etwas müde. Wir haben gestern gut gefeiert.

Wie blicken Sie auf die acht EM-Tage zurück?

Butt: Ich bin hochzufrieden mit dem Ausgang des Turniers. Meiner Meinung nach haben wir im Finale unser bestes Spiel im gesamten Turnier gezeigt.

Und wie zufrieden sind Sie mit Ihren eigenen Leistungen?

Butt: Ich habe flach angefangen. Leider war ich drei Wochen vor der EM am Sprunggelenk verletzt. Daher konnte ich nicht an den Trainingseinheiten teilnehmen. Diesen Rückstand merkt man schon, wenn hohes Tempo in den Spielen aufkommt. Ich habe mich aber kontinuierlich gesteigert.

Wie haben Sie das Finale empfunden? Vor allem, nachdem die deutschen Damen gegen den gleichen Gegner, die Niederlande, verloren hat?

Butt: Auf jeden Fall war eine gewisse Spannung innerhalb der Mannschaft zu spüren. Es war aber eher ein positiver Druck. Wir wollten diesen Sieg so unglaublich. Daher hat die Spannung uns nicht gelähmt, sondern eher angespornt. Ich selbst war während meiner Hockey-Karriere noch nie so aufgeregt wie vor diesem Spiel.

Also ist die Stimmung innerhalb des deutschen Teams richtig gut?

Butt: Ja auf jeden Fall. Die Stimmung ist immer super. Das ist nie ein Problem. Bei uns muss man noch viel eher auf die Spaßbremse treten, damit wir wieder runterkommen (lacht).

Wie haben Sie sich mit Trainer Markus Weise auf den Endgegner Niederlande vorbereitet?

Butt: Wir haben mittlerweile so oft und so häufig gegen die Niederlande gespielt, dass sich beide Mannschaften fast in und auswendig kennen. Wir kennen ihre Spielphilosophie. Trotzdem sind sie natürlich immer noch sehr gut und können einen überraschen. Es war schön, dass wir mit unserem Sieg die Niederlage der Frauen rächen konnten.

Wie fühlt es sich an, vor ausverkauftem Stadion zu spielen?

Butt: Es ist wahnsinn vor 9000 Zuschauern zu spielen, die einen anfeuern. Da bekommt man einen richtigen Ansporn, wenn man keine Luft mehr hat.

Wie sehen denn die weiteren Pläne aus?

Butt: Im Dezember spielen wir bei der Champions Trophy in Indien. Und ab dem nächsten Jahr konzentrieren wir uns ganz auf die Olympischen Spiele.

Das Interview führte gestern Corinna Uhlrich.

(RP)