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Lokalsport: Letzter Vorhang für das Erfolgsteam

Lokalsport : Letzter Vorhang für das Erfolgsteam

Wenn am Samstag (19 Uhr) Nordrheinligist Königshof nach Lobberich fährt, dann ist es für das Team der Abgesang.

Handball-Nordrheinligist Adler Königshof blickt auf eine mehr als zufriedenstellende Saison zurück. Der Aufsteiger aus der Oberliga geriet zu keinem Zeitpunkt der Saison in Abstiegsgefahr und trotzte auch den Verletzungen gleich beider Torhüter zum Saisonende hin. Stefan Graetke fehlt bereits seit etwa der Saisonhalbzeit, Paul Keutmann fällt mit Ellenbogenverletzung ebenfalls aus. Vertreter Johannes Lyrmann aber macht einen hervorragenden Job und führte das Team zu drei Siegen in Serie.

Nun also steht für die Mannschaft das letzte Spiel an. Nicht nur in der Saison, sondern auch allgemein. Denn nach der Saison zerfällt die verschworene Gemeinschaft sprichwörtlich in alle Himmelsrichtungen. Die Verantwortlichen werden im Sommer ein komplett neues Team aufbauen. Umso größer ist der Wille der Jungs, auch ihren letzten Saisonauftritt zu gewinnen. Zumal es im TV Aldekerk gegen einen Gegner geht, der absoluten Derbycharakter hat. Viele Freundschaften gibt es zwischen Spielern und Offiziellen beider Teams - aber auch die entsprechenden Rivalitäten.

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Mit einem Erfolg wäre sogar noch der Sprung auf Rang sechs drin, sollte Konkurrent Köln-Wahn zeitgleich gegen den Bergischen HC II verlieren. Der ist zwar nominell das unterlegene Team, kämpft aber noch gegen den Abstieg, während es für die Kölner um nichts mehr geht. Doch ungeachtet, ob es Platz sechs oder sieben wird: Die Adler haben alle Ziele erreicht. "Wir wollten nichts mit dem Abstieg zu tun haben, das war recht früh geschafft. Dann hatten wir das Ziel, eines positiven Punktekontos, auch das ist erreicht. Wir sind hochzufrieden und wollen jetzt auch mit einem Sieg aus der Saison und uns würdig verabschieden", sagt der nach Korschenbroich wechselnde und langjährige Übungsleiter Dirk Wolf der Adler.

Für einen Sieg muss gegenüber dem Auftritt gegen Weiden sicher eine Leistungssteigerung her. Diese dürfte aber allein durch die Atmosphäre kommen. Aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen fand das letzte Heimspiel vor fast leeren Rängen statt. Das ist Samstag sicher anders und ein heißes Match steht an.

(RP)