Landesverband NRW traut Eissport-Verein Krefeld Ausrichtung der Eiskunstlauf-Meisterschaften zu

Eiskunstlaufen: „Zeit für eine Deutsche Meisterschaft“

Der Landes-Verband NRW traut dem Eissport-Verein Krefeld die Austragung der Titelkämpfe im Eiskunstlauf zu.

Der 40. Ina-Bauer-Pokal hatte mit 460 Teilnehmern eine neue Rekordbeteiligung und zählt inzwischen zu einer der größten Eiskunstlauf-Veranstaltungen Deutschlands. RP-Mitarbeiter Frank Langen sprach mit Cordula Meisgen, der Vorsitzenden des Eissport-Verein Krefeld, über die Bedeutung des Eiskunstlaufes in Krefeld, sowie den Vorschlag eine deutsche Meisterschaft auszurichten.

Haben Sie nach dem Pokal-Wochenende eigentlich schon etwas Zeit gehabt, um durch zu atmen?

 Meisgen Während der zwei Tage war ich 26 Stunden in der Eishalle, am Ende standen auf meinem Schrittzähler insgesamt 51.000 Schritte. Das hat natürlich Kraft gekostet, aber das war die Mühe wert. Wir haben sehr viel an positiver Resonanz bekommen. Ich habe an den beiden Tagen danach versucht mich zu entspannen, aber das Tagesgeschäft ließ nicht lange auf sich warten.

Bernd Häuser, der Vizepräsident des Eissport-Verbandes NRW, hat die Organisation in ihrem Verein gelobt und dabei auch gleichzeitig ins Spiel gebracht, dass der Standort Krefeld beste Vorrausetzungen hätte eine Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf auszutragen. Was sagen Sie dazu?

Meisgen Die letzte große Deutsche Meisterschaft in Krefeld war 1973. Ich denke nach über 45 Jahren wäre es mal wieder an der Zeit, so eine Veranstaltung in Krefeld zu haben. Das ist ein sportliches Aushängeschild für unsere Stadt mit einer großen Tragweite. Immerhin geht es bei so etwas für die Teilnehmer auch um die Qualifikation zur Europameisterschaft.

Würden Sie sich es denn zutrauen eine Deutsche oder gar eine Europameisterschaft auszutragen?

Meisgen Ja, aber dazu bräuchten wir noch mehr Unterstützung. Das Know-how und die Erfahrung sind ja bei uns vorhanden, die Organisation ist kein Problem für uns. Das Weihnachtsmärchen und der Ina-Bauer-Pokal sind ja die besten Beispiele dafür. Zusammen mit dem Schlittschuh-Club Krefeld sind wir auch das beste Beispiel dafür, dass sportlich konkurrierende Vereine Hand in Hand zusammen arbeiten können.

Was hält Sie noch von einer Ausrichtung ab?

Meisgen Finanziell ist die ganze Geschichte schon eine große Hausnummer. Als Verein müssen wir sehen, dass wir das Risiko in diesem Bereich minimieren. Die Deutsche Eislauf-Union ist der Veranstalter, die Vereine sind der Ausrichter, die über Tickets und Sponsoren das Ganze gut vermarkten müssen. Wir haben den Vorteil, dass die NRW-Vereine hier gut vernetzt sind, bei der DM in Essen kamen zuletzt 4000 Besucher. Ich denke so viele würden wir auch nach Krefeld bekommen. Was dann halt fehlt sind die notwendigen Sponsoren zu Absicherung.

Käme die Yayla-Arena von der Größe her für Sie überhaupt in Frage?

Meisgen So eine Halle ist für die Deutsche Meisterschaft sogar erforderlich. Sie käme auch für eine Europameisterschaft in Frage. LEV-NRW Vorsitzender Friedrich Dieck sieht in Krefeld mit der Yayla-Arena und den angrenzende Rheinlandhalle bzw. Werner-Rittberger Halle optimale Möglichkeiten, um einmal nationale oder sogar internationale Wettbewerbe am Niederrhein auszurichten. Für den Jugendbereich bis U18 würden dagegen die Rheinlandhalle und die Werner-Rittberger-Halle vollkommen ausreichen. Dazu brauchen wir aber auch die Unterstützung der Stadt um zu wissen, in welchem Kostenrahmen wir uns da bewegen.

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