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Tennis: Krefelder wird zum traurigen Star auf Youtube

Tennis : Krefelder wird zum traurigen Star auf Youtube

Ein Video auf der Internetplattform Youtube wird zur Zeit besonders häufig geklickt. Ob der Argentinier Brian Dabul, Tennis-Spieler in Diensten des Ex-Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld, daran große Freude hat, ist fraglich. Denn Dabul ist die tragische Figur in einem grandiosen Ballwechsel zwischen ihm und dem Weltranglisten-Zweiten Roger Federer bei den diesjährigen US Open.

Der Krefelder unterlag im ersten Satz 1:6 und auch im zweiten Durchgang führte Federer bereits 5:3, bevor es zu folgender Situation kam: Dabul schlägt bei Gleichstand (Vorteil für Dabul) zum 4:5 auf. Nach einem intensiven Ballwechsel schlägt der Schweizer den Ball kurz in die rechte Ecke. Dabul sprintet an die Linie und kann den Ball mit einem gekonnten Schlag noch hoch über Federer auf die hintere Grundlinie heben.

Doch Federer rennt dem Ball hinterher, kann die Filzkugel aber nur noch durch einen Schlag durch die Beine auf die andere Seite des Netzes bringen. Während Dabul sich neu positioniert, schafft es Federer nicht nur, sich den Ball durch die eigenen Beine ins gegnerische Feld zu spielen, er trifft den Ball auch so optimal, dass dieser gegen die Laufrichtung von Dabul nahezu perfekt auf der Linie landet. Der Argentinier hat keine Chance mehr, an den Ball zu kommen und stoppt konsterniert ab, während Federer jubelnd die Arme hochreißt und seinen glücklichen Schlag kaum fassen kann.

Während die Zuschauer den Zauberball frenetisch beklatschen, guckt der Krefelder achselzuckend in die Kamera, als wollte er sagen: "Was soll ich da machen?" Noch bitterer: Federer schaffte in diesem Aufschlagspiel des Argentiniers noch das Break und entschied den Satz mit 6:4 für sich. Ein 6:2 im dritten Satz sorgte dann für das Aus von Dabul nach drei Sätzen (6:1, 6:4, 6:2) gegen den Weltklassespieler Roger Federer.

Das Video wurde mittlerweile schon mehrfach kopiert und ins Netz gestellt. Die am meisten geklickte Version des Videos haben mittlerweile über eine halbe Millionen Menschen gesehen.

(RP)