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Krefelder Ruderer holen WM-Gold

Jahresrückblick 2019 : Krefelder Ruderer holen WM-Gold

Laurits Follert im Achter und Jonathan Rommelmann im Doppelzweier holten sich nicht nur den Titel, sondern mit den Booten auch die Olympiaqualifikation ab, Michaela Staelberg holte mit dem Doppel-Vierer Platz vier heraus.

2019 war nicht das Jahr für die Achterboote des Crefelder RC in der Ruder-Bundesliga. Bei den Frauen hatte der CRC vor dem letzten Renntag noch die Chance auf die Bronzemedaille. Doch schon nach dem Zeitfahren war klar, dass der direkte Konkurrent aus Hannover den Vortritt haben würde. Krefelds Trainer Markus Wöstemeyer sah den vierten Platz dann letztendlich auch als realistische Standortbestimmung an: „Das Finale gegen Hannover um Platz drei haben wir leider verloren. Von daher gehen das Ergebnis und der vierte Tabellenplatz für 2019 in Ordnung.“

Ein ambitioniertes Vorhaben hatte sich der Krefelder Männer-Achter, der 2018 eine Pause eingelegt hatte und nun wieder am Start war, zum Ziel gesetzt, aber dieses nicht immer erfüllt. Zwar gelang es einmal, im direkten Vergleich den Titelverteidiger und auch neuen Deutschen Meister aus Berlin zu schlagen, aber es fehlte einfach die Power, um mehr zu bewegen. „Da fehlen uns nach der Neuformierung der Mannschaft doch noch einige gemeinsame Trainingskilometer. Die müssen wir im Winter für die nächste Saison abarbeiten“, sagte Bugmann Lars Hermsdorfer nach dem Saisonfinale, wo letztendlich Platz neun zu Buche stand im Gesamtklassement.

  • Michaela Staelberg.⇥Foto: Deutscher Ruderverband
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Anders sah es hingegen in diesem Jahr bei den Kleinbooten aus, dort stand der Fokus ganz auf der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 auf dem Programm. So haben die Olympiakandidaten des Crefelder Ruder-Clubs auf dem Fühlinger See bei Köln schon früh Ausrufezeichen gesetzt. Bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften holte Jonathan Rommelmann den Titel, Michaela Staelberg fuhr auf den Silberrang, und Laurits Follert legte als Vierter eine gute Bewerbung für einen Platz im deutschen Vorzeigeboot, dem Achter, hin. Mit eben diesem wurde Follert Anfang September Weltmeister. „Ich kann gar nicht beschreiben wie es sich anfühlt“, sagte ein überglücklicher Follert. Bronze und das Erreichen der Olympiaqualifikation im Doppelzweier gab es zeitgleich für Rommelmann, während sich Michaela Staelberg als Europameisterin im Doppelvierer mit Platz vier begnügen musste, der ebenfalls für Tokio qualifiziert ist. Ob die Krefelder bei den Weltspielen auch tatsächlich in den Booten sitzen werden, entscheidet sich erst 2020, wenn die Bundestrainer die Boote besetzen. Was die Ruderer in Japan erwartet, davon können Jan-Hendrik Szymczak und Julian Garth schon etwas von erzählen. Mit dem deutschen Junioren-Achter machten sie sich bei der WM in Tokio einen Traum wahr. Auf der Strecke, wo nächstes Jahr die Olympischen Spiele im Rudern ausgetragen werden, holten sich die Krefelder den WM-Titel.