Krefelder Oberligisten TV Oppum und Adler Königshof kassieren Niederlagen

Handball-Oberliga : Bartmanns neun Tore reichen nicht

Beim TV Oppum musste Gerrit Held in der 45. Minute blutend vom Platz und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Schwarzes Wochenende für die beiden Krefelder Teams in der Handball-Oberliga. Beide Teams, die Adler Königshof und der TV Oppum, unterlagen am Wochenende. Dabei allerdings waren die Ausgangsvoraussetzungen durchaus unterschiedlich. Während die Adler Königshof nach über weite Strecken guter Leistung am Ende mit 28:31 (12:14) gegen den ungeschlagenen Tabellenführer und großen Aufstiegsfavoriten Wölfe Nordrhein unterlagen, scheiterte der TV Oppum überraschend mit 26:27 (16:14) beim Vorletzten TSV Aufderhöhe.

Das Heimspiel der Adler gegen das Topteam aus Duisburg stand dabei von Beginn an unter ungewohnten Voraussetzungen, denn aufgrund des Verbots, mit Klebemitteln, dem sogenannten Harz, am Ball zu spielen, mussten sich beide Teams auf die ungewohnte Situation einstellen. „Meine Jungs haben da so ein bisschen wie im Training gespielt. Es fehlte in manchen Situationen die letzte Konsequenz“, moniert Adler-Trainer Marius Timofte. Vor allem früh im Spiel und in der Schlussphase leisteten sich die Schwarz-Weißen zu viele einfache Fehler, was immer wieder zu leichten Gegentoren führte. Auch das Fehlen des verletzten Elias Eiker war durchaus spürbar. „Felix Koch hat auf der Position aber auf jeden Fall ein sehr gutes Spiel gemacht und seine Rolle gut ausgefüllt“, befindet Trainer Timofte.

Am Ende fehlte gegen den erfahrenen Gegner auch etwas die nötige Ruhe, gerade im Abschluss. „Wir haben hin und wieder schlecht vorbereitete Würfe genommen und die Jungs wollten zu viel. Trotzdem bin ich mit der Leistung und dem Auftreten meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir wissen, dass wir eine junge Mannschaft sind, die in solchen Spielen viel lernen kann und muss“, sagt der Adler-Coach.

Etwas anders und doch irgendwie gleich ist die Gefühlslage bei Ljubomir Cutura. „Manche Jungs waren wohl von der hitzigen Atmosphäre in Solingen eingeschüchtert oder aus der Konzentratrion gebracht. So wurde es leider ein gebrauchter Tag“, sagt er. Besonders auffällig war die Schwäche im Abschluss. „Wir haben von Außen zu viel verworfen und hatten eine ganz schlechte Quote beim Siebenmeter“, sagt Cutura. Tatsächlich fanden nur drei der neun Versuche vom Punkt ihr Ziel. Auch der mögliche Ausgleich per Strafwurf nur Sekunden vor Spielende wurde vergeben. „Wenn wir hier nur eine normale Quote von sechs aus neun gehabt hätten, hätten wir gewonnen“, hadert der Coach, der aber dennoch mit dem Einsatz seines Teams zufrieden ist.

Bitter für die Gäste war der Ausfall von Gerrit Held. Nach 45. Minuten musste er, stark über dem Auge blutend, ins Krankenhaus gebracht wurden, wo er genäht wurde. Sein Team brachte der Ausfall spürbar zusätzlich aus dem Tritt.