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Krefelder EV: Torwart Patrick Klein ein starker Rückhalt

Eishockey-Oberliga : Torwart Patrick Klein ein starker Rückhalt

Die U23-Mannschaft des Krefelder EV absolvierte in der Eishockey-Oberliga ihre bisher beste Saison und ließ zwei Teams hinter sich. Die kommende Spielzeit ist finanziell noch nicht gesichert.

Die U-23 des KEV 81 blickt auf die erfolgreichste Spielzeit der vergangenen  Jahre zurück. Die Auswahl von Cheftrainer Elmar Schmitz belegte im Haifischbecken Oberliga Nord den zwölften Platz und ließ zwei Mannschaften hinter sich und war das einzige Team, das in dieser Liga nicht unter Profibedingungen arbeitete. Bei den Krefeldern gehen die Spieler bis auf ganz wenige Ausnahmen einem Beruf nach, sind noch in der Ausbildung oder gehen zur Schule. Das hatte zur Folge, dass die Mannschaft gerade an Wochentagen oft mit einem sehr kleinen Kader zu Auswärtsspielen fahren musste.

„Es war wegen Corona und durch die schweren Verletzungen von einigen Leistungsträgern eine unruhige Saison. Wir hatten jede Woche einen anderen Kader. Unter diesen Umständen bin ich mit der Saison sehr zufrieden“, sagt Schmitz. Die Schwarz-Gelben sammelten in 49 Spielen 38 Punkte ein. Maßgeblich zu diesem guten Ergebnis trugen Torhüter Patrick Klein und Stürmer Marcel Mahkovec bei. Klein hatte im Sommer seine Profikarriere bei den Löwen Frankfurt beendet und eine Ausbildung als Großhandelskaufmann begonnen. „Patrick hat mit seiner Erfahrung die Mannschaft stabilisiert und vor allem auch zur guten Entwicklung der beiden anderen Torhüter Jonas Gähr und Matthias Bittner beigetragen“, sagt Schmitz über den 28-jährigen und ehemaligen DEL-Torhüter der Pinguine.

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Mahkovec war mit 26 Treffern und 39 Torvorlagen der Top-Scorer des KEV. Der Slowene übernahm nach der Leihe von Adrian Grygiel in den letzten Saisonspielen sogar das Kapitänsamt. „Marcel hat sich gegenüber der vergangenen Saison nochmal weiterentwickelt und ist bei uns mit gerade mal 18 Jahren ein Leistungsträger. Wir sind in einem guten Austausch mit seinem Berater, dem Ex-Pinguin Mitja Robar, und hoffen, dass uns Marcel erhalten bleibt“, sagt Schmitz.

Nicht mehr dabei sein werden dann die beiden Abwehrspieler Leon Schuster und Michael Schaaf. „Beide haben bei Clubs aus der DEL 2 einen Vertrag unterschrieben und wollen nun den nächste Schritt machen“, sagt Schmitz. Den hat bereits Markus Freis gemacht. Der Verteidiger wechselte Während der Saison 20/21 aus dem Nachwuchs der Kölner Haie nach Krefeld. Obwohl er eigentlich für die DNL vorgesehen war, schaffte er gleich den Sprung in die Oberliga. In den ersten 14 Spielen der neuen Saison machte er mit guten Leistungen auf sich aufmerksam und erhielt einen Fördervertrag beim Kooperationspartner des KEV aus der DEL 2 den Löwen Frankfurt. Inzwischen gehört der 18-Jährige dort in der Abwehr zum Stammpersonal und will mit den Löwen den Sprung in die DEL schaffen.

Die Lücken im Kader will der KEV zur neuen Saison mit talentierten Spielern aus den eigenen Reihen und aus anderen Clubs schließen: „Wir haben für unsere U20 viele Anfragen. Diese Spieler hoffen über diese Schiene in das Oberligaprojekt einsteigen zu können“, sagt Schmitz. Gesichert ist die kommende Oberligasaison aber noch nicht. „Über den Sommer wird uns wieder die Frage beschäftigen, können wir uns das leisten? Es wäre extrem schade, wenn wir wegen fehlender Finanzen das Projekt, bei dem uns die Entwicklung der Spieler wichtiger ist wie Ergebnisse und Tabellenplätze, einstellen müssten“, sagt Schmitz.