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Krefelder EV: Schymainski spielt für die U23

Zurück in der Heimat : Schymainski spielt für den KEV 81

Der Ex-Publikumsliebling der Krefeld Pinguine verstärkt das Oberligateam und macht bei der Firma des KEV-Ehrenkapitäns Uwe Fabig eine Umschulung zum Glaser. Der 36-jährige Stürmer freut sich auf seine alte Heimat.

Als feststand, dass Martin Schymainski seinen Vertrag bei den Iserlohn Roosters nicht verlängert, hofften viele KEV-Fans, dass der erfahrene Stürmer zu den Pinguinen zurückkehrt und das Projekt „Wiederaufstieg“ unterstützt. Daraus wird nichts. Der 36-Jährige wurde am Dienstag beim Eishockey-Oberligisten KEV 81 als Neuzugang vorgestellt. „Ich hatte einige Anrufe aus der DEL2, aber nicht aus Krefeld. Da hätte ich auch nicht zugesagt. Ich muss mir nach fast 700 DEL-Spielen von Leuten nichts mehr sagen lassen. Das gilt aber nicht nur für Krefeld“, sagte „Schimmi“.

Er hofft aber, dass viele Pinguine-Fans demnächst auch häufiger als bisher auf die andere Straßenseite kommen und das Team unterstützen: „Das ist auch besonders für unsere jungen Spieler sehr wichtig. Ich danke den Fans, dass sie mich immer so großartig unterstützt haben. Es war immer ein besonderes Gefühl, ein Publikumsliebling zu sein und vor der Nordtribüne aufzulaufen.“

Dort, wo seine Eishockey-Karriere als Jugendlicher begann, wird sie nun zu Ende gehen: „Ich freue mich, wieder in der Heimat zu sein. Ich habe schon ein Auge auf den KEV 81 geworfen, als Adi Grygiel gekommen ist, der mir übrigens in der DEL bei den Pinguinen noch in der Rheinlandhalle mein erstes Tor aufgelegt hat.“

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Zweiter Grund für die Rückkehr zu seinen sportlichen Wurzeln ist seine Zeit nach dem Eishockey. Denn er startete am 1. August im Unternehmen von KEV-Ehrenkapitän Uwe Fabig eine zweijährige Umschulung zum Glaser: „Als Eishockeyspieler musst du nach deiner Karriere weiterarbeiten, wenn du nicht in der NHL gespielt hast. Und Trainer zu werden ist nicht meine Welt. Daher bin ich Uwe und dem Verein sehr dankbar, dass ich das so machen kann.“ Am Donnerstag drückt er im Rahmen der Umschulung in Düsseldorf zum ersten Mal die Schulbank.

Auch wenn Schymainski jetzt zwei Klassen tiefer auf dem Eis steht, tut das seiner Einstellung sicher keinen Abbruch: „Ich war jetzt acht Monate nicht mehr auf dem Eis. Ich werde mit der gleichen Professionalität an die Sache herangehen wie immer. Ich lasse mich überraschen, wie die Qualität der Spiele ist. Von der Tribüne sieht das immer anders aus, als wenn man selber dabei ist.“

Die Verantwortlichen des KEV 81 sind glücklich und stolz, dass sich „Schimmi“ für das Oberligateam entschieden hat. „Erst mit Adi Grygiel, dann mit Patrick Klein und jetzt mit Schimmi, das ist sportlich und für die Aufmerksamkeit für unser Projekt sehr wichtig“, sagt Sportvorstand und Trainer Elmar Schmitz. Seit einem Jahr sei er mit Schymainski schon im Austausch gewesen: „Ich habe gemerkt, wie sehr er Bock hat und sich freut. Er war schon beim Sommertraining. Für unsere ganz jungen Spieler ist das gigantisch, dass er bei uns ist.“

Auch der 1. Vorsitzende Achim Staudt erhofft sich durch die Verpflichtung des Stürmers mehr Zuschauer: „Wir sind in der 3. Seniorenliga und jetzt nur eine Liga unter der DEL2. Wir sind nicht nur da, um junge Spieler auszubilden. Wir wollen auch ehemaligen Profis die Möglichkeit geben, jetzt als Amateure in einer Liga zu spielen, die als Profiliga gilt, und dazu noch eine Basis für das Leben nach dem Eishockey schaffen können. Das zeichnet eine Eishockey-Familie aus.“