Eishockey: Krefelder EV meldet Oberliga-Team ab

Eishockey: Krefelder EV meldet Oberliga-Team ab

Eishockey: Bei einem Kabinenfest verabschiedete Trainer Elmar Schmitz seine Spieler. Ralf Hoja verlässt den Verein.

Nach einer Saison ist das Oberliga-Team des Krefelder EV schon wieder Geschichte. Wie die Rheinische Post bereits am 9. April exklusiv berichtete, werden die Schwarz-Gelben diese Mannschaft nicht für den Spielbetrieb 2013/14 melden. "Es geht jetzt um die Zukunft des Vereins.

Seit Jahren gehen die Einnahmen aus Spenden und Fördergeldern zurück und die Kosten steigen. Von den Pinguinen gibt es auch keine Unterstützung. Der Vorstand hat deswegen entschieden, die Zukunft des Vereins durch konsequentes Kostenmanagement abzusichern.", sagte gestern der 1. Vorsitzende Jörg Hellwig, der für die abgelaufene Saison eine hohe Summe Privatgeld zur Verfügung stellte und damit am Ende sogar das Insolvenzrisiko abwendete. Er sieht das vor zwei Jahren gestartete Gesamtkonzept Eishockey-Standort Krefeld "als gescheitert" an.

Mit dem Rückzug des Oberliga-Teams ist auch eine wichtige Personalie verbunden: Jugend-Chef-Trainer Ralf Hoja verlässt den Verein. "Auch das geschieht allein aus wirtschaftlichen Gründen", erklärte der 2. Vorsitzende und bisherige Oberliga-Trainer Elmar Schmitz. Hoja war als hauptamtlicher Trainer beim KEV angestellt.

Das schreibt der Deutsche Eishockey-Bund für den Spielbetrieb einer Mannschaft in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) vor. Dieses Amt übernimmt ab der neuen Saison Elmar Schmitz, der seit vergangenen Sommer im Besitz des Trainer-A-Scheins ist. Auch der bisherige DNL-Co-Trainer Uwe Schaub gehört nicht mehr zum Trainer-Stab des KEV. Die Pinguine hatten das Projekt "DEL-Oberliga-DNL" mit 60 000 Euro unterstützt.

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Nach Ende der Saison war Hellwig mit der Bitte an den Aufsichtsrat der Pinguine herangetreten, die wirtschaftliche Verantwortung für das Oberligateam zu übernehmen. Das wurde abgelehnt. Damit war das Ende des Oberliga-Teams besiegelt. Die Lasten müssten einfach fairer verteilt werden", sagte Hellwig.

Der KEV konzentriert sich nun ausschließlich wieder auf seine Nachwuchsarbeit, die nach wie vor zu den besten in Deutschland zählt. "Auch wenn die DNL-Mannschaft nur Platz neun erreicht hat, zählen wir zu den Top-Drei-Clubs", sagt Schmitz. Allerdings sei es auch hier schwer, aus wirtschaftlichen Gründen das Niveau zu halten. Einer der "Großsponsoren" hat sich zurückgezogen.

Ohne Oberliga ist es für den KEV auch schwer, sehr gute Spieler für die DNL oder die Schüler-Bundesliga nach Krefeld zu locken. Wenigstens die Perspektive, im Blickfeld der Pinguine zu stehen, erleichtert die Spielersuche ein wenig. "Die Gespräche mit den Pinguinen waren sehr positiv", sagte Schmitz.

(RP)
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