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Krefelder EV: „Mein Ziel ist ein Platz unter den Top-Sechs“

Jugend-Eishockey : „Mein Ziel ist ein Platz unter den Top-Sechs“

Der Cheftrainer der U20-Mannschaft des KEV sieht der neuen Saison in der Deutschen Eishockey-Nachwuchsliga optimistisch entgegen.

Am Wochenende beginnt in der Division 1 der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) die neue Saison. Neuling ESV Kaufbeuren gastiert zu zwei Begegnungen in der Rheinlandhalle. Vor dem Saisonstart sprach die RP mit Cheftrainer Robin Beckers über die anstehende Spielzeit.

Wegen der Corona-Pandemie ruhte der Spielbetrieb seit dem 11. März. Es gab keine Absteiger, aber zwei Aufsteiger. Wie schätzen Sie das Leistungsvermögen der beiden Neulinge ein?

Beckers: Kaufbeuren ist sehr stark. Sie haben mit Daniel Jun einen Trainer, der auf junge Spieler setzt. Das wird für uns eine große Herausforderung. Ingolstadt hat einen etwas eigenen Spielstil, da habe ich mich aber noch nicht so genau mit beschäftigt.

Der DEB hat wegen der Aufstockung der Liga und des späteren Saisonstarts statt einer Doppelrunde nur eine eineinhalbfache angesetzt. Was sagen Sie zu diesem Modus?

Beckers: Zunächst mal sind wir glücklich, dass überhaupt gespielt wird. Der Modus ist aber eine einzige Katastrophe. Das sehen auch fast alle Trainerkollegen so, deshalb haben wir uns noch mal an den DEB gewandt. Nur 27 Spiele sind viel zu wenig, wir wollen eine Doppelrunde spielen.

Wie hat die Verschiebung des Saisonstartes um drei Wochen wegen der Verfügungslage in Bayern ihre Saisonvorbereitung beeinträchtigt?

Beckers: Das war für uns positiv, weil wir vorher nicht viel Zeit hatten, auf dem Eis zu trainieren. Wir konnten zusätzlich noch vier Testspiele austragen.

Sie haben neue Spieler aus anderen Clubs, ja sogar aus anderen Ländern dazu bekommen. Wie ist es Ihnen gelungen, sie für das Projekt KEV 81 zu begeistern?

Beckers: Die Perspektive durch unsere Oberligamannschaft war dafür in erster Linie verantwortlich. Die Spieler sind alle heiß auch Oberliga zu spielen, das habe ich bei den persönlichen Gesprächen heraus gehört. Bei Marcel Mahkovec war uns Ex-Pinguin Mitja Robar behilflich und Boris Blank hat den Kontakt zu Pavel Avdeev hergestellt.

In welchen Mannschaftsteilen haben Sie sich am besten verstärkt?

Beckers: In der Offensive können wir jetzt auf drei starke Reihen zurückgreifen. Mahkovec und Avdeev bringen viel Energie und Technik aufs Eis und Alexander Blank ist sehr torgefährlich. Wir haben einen großen Kader. Da wird es für die jüngeren Spieler schwer, Eiszeit zu bekommen.

Wie planen Sie auf der wichtigen Position des Torhüters

Beckers: Mit Jonas Natterer und Jonas Gähr aus Frankfurt, der auch in der Oberliga spielen soll, haben wir zwei starke Optionen. Auch Leon Jessler und Mathis Kaisers sind gute Alternativen.

Wer von den Neuzugängen könnte gleich eine Führungsrolle übernehmen?

Beckers: Da sehe ich Alexander Blank durch seine gute Körpersprache und Marcel Mahkovec, der einen super Charakter hat und in kürzester Zeit Deutsch gelernt hat. Der aus Mannheim gekommene Leon Schuster ist ein wichtiger Ansprechpartner für die jüngeren Spieler.

Wer ist der neue Mannschaftskapitän?

Beckers: Das ist mit Joshua Gärtner ein Krefelder, und den habe ich von der Mannschaft wählen lassen.

Wie lautet das Saisonziel?

Beckers: Die Play-offs, also ein Platz unter den Top-Sechs. Das Ziel der Mannschaft ist ein Platz unter den Top-Drei.

Wer ist Ihr Meisterschaftsfavorit und welche Teams spielen gegen den Abstieg?

Beckers: Köln ist für mich der Favorit. Kaufbeuren könnte vielleicht überraschen. Wer gegen den Abstieg spielt, kann ich noch nicht sagen.

Einige Spieler, die noch DNL spielen können, sollen auch in der Oberliga eingesetzt werden.

Beckers: Das wird nicht einfach, weil auch die Oberligamannschaft einen breiten Kader hat. Ich denke an Luca Hauf, Jakub Prokurat, Maciek Rutkowski und Alexander Blank.

Die Oberligasaison beginnt erst am 6. November. Sie könnten dann in den ersten zehn Spielen auf alle Spieler zugreifen. Ist das ein Vorteil und könnte das ein Grundstein für eine erfolgreiche Saison sein?

Beckers: Ja, das könnte ein Vorteil sein. Ein guter Saisonstart ist für den weiteren Verlauf entscheidend. In der Vorsaison sind wir zu spät aus dem Schuh gekommen. Die neuen Spieler haben sich jetzt schon gut ins System eingefügt. Ich als Trainer habe auch dazu gelernt und einige Fehler ausgemerzt. Deshalb bin ich für den Saisonstart optimistisch.