1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Krefelder Eishockey-Nachwuchs tauscht Schläger gegen Ball

Das andere Training : Eishockey-Nachwuchs tauscht Schläger gegen Ball

Drei Mannschaften des Krefelder EV trainierten in den Sommerferien im Mönchengladbacher Borussia-Park. Seit Dienstag steht auch wieder das Eis der Rittberger-Halle zur Verfügung.

Die Nachwuchsabteilung des Krefelder EV hatte sich zum Abschluss der Sommerferien für seine jungen Eishockeyspieler etwas Besonderes einfallen lassen. Gleich drei Mannschaften hatten die Gelegenheit, einmal im Borussiapark in Mönchengladbach an einem Fußballtraining teilzunehmen. Der Kontakt kam über den Nachwuchskoordinator des KEV Dennis Weidenbach zustande. Er konnte Björn Dickmanns, Nachwuchskoordinator bis zur U15 bei Borussia, für diese Idee gewinnen. In der vergangenen Woche war die U9 mit ihrem Trainer Hans-Willi Mühlenhaus und die U11 mit Dirk Kuhnekath im Borussia-Park zu Gast. Die beiden Trainer waren mit jeweils 18 Spielern angereist.

Zum Abschluss durften dann am Montag die Spieler der U13 Eishockeyschläger und Schlittschuhe gegen das runde Leder tauschen. Bei Temperaturen weit jenseits der 30 Grad und einem strahlend blauen Himmel kam bei den jungen Spielern erst mal reichlich Sonnenmilch auf die Haut. Da sie das bei der Ausübung ihres eigentlichen Sportes nie benötigen, legten die Eltern mit Hand an. Wegen der Corona-Pandemie fanden dann aber nur die 30 Spieler und das Trainerteam, zu dem auch KEV-Sportvorstand Elmar Schmitz gehörte, Zutritt zum Übungsgelände. Auf dem Weg zum Trainingsplatz kam bei den Kindern schon mächtig Vorfreude auf. „Ich bin ganz gespannt, was uns hier erwartet. Vielleicht kann ich etwas lernen, was beim Eishockey hilft“, sagte der 12-jährige Ben Kleindienst, Mannschaftskapitän der U13. „Meine Vorbilder sind Leon Draisaitl und der ehemalige Pinguine-Verteidiger David Fischer“, fügte er noch schnell an, bevor er in der Spielertraube auf dem Platz verschwand. Einer der Torhüter der Mannschaft Lutz Baur sagte noch, bevor er einen großen Sack mit Fußbällen auf den Platz schleppte: „Ich freue mich und ich bin gespannt, was die Fußballtrainer mit uns machen. Mein Vorbild ist unser Torwarttrainer Sebastian Staudt“.

Nach einer kurzen Ansprache von Björn Dickmanns, übrigens seit vielen Jahren Fan der Krefeld Pinguine, wurden die Kinder in drei Trainingsgruppen aufgeteilt. Eine Gruppe übernahm Dickmanns selber, um die beiden anderen Gruppen kümmerten sich der U14 Trainer der Borussia Felix Galli und Jimmy Lucassen, der die U13 der Borussen trainiert. Die drei Trainer boten den Kindern sehr viel Abwechslung. Neben Staffel- und Slalomläufen, stand Schusstraining und Spiele mit fünf gegen fünf auf Mini-Tore auf dem Programm. Die Verlierer mussten dann zehn Liegestütze machen, bei den Temperaturen eine besonders schweißtreibende Angelegenheit. Dafür, dass die Trinkpausen in der 90-minütigen Einheit nicht zu kurz kamen, sorgten die Trainer. „Das ist zu warm hier. Ich wäre jetzt lieber auf dem Eis, aber trotzdem macht es Spaß“, war in den Pausen vielfach zuhören. Der 11-jährige Jan Nilges musste sich nach dem Training etwas erholen: „Ich bin am Wochenende erst aus dem Urlaub gekommen. Das hier ist eine tolle Abwechslung, ich habe früher selber Fußball gespielt, bleibe aber beim Eishockey“, sagte der Verteidiger.

Da braucht sich also Trainer Weidenbach keine Gedanken zu machen, dass einer seiner Spieler Puck und Schläger gegen einen Fußball tauscht. „Wir sind fast neun Monate im Jahr mit den Kindern auf dem Eis und da ist es mir wichtig, dass die Kinder im Sommer was anders machen. Spaß und Freude sollen dabei im Mittelpunkt stehen“, sagte Weidenbach. Björn Dickmanns sagte nach dem Training: „Wir stehen noch am Anfang und wollen uns in Zukunft mit einigen Trainingseinheiten auch anderen Sportarten öffnen, um dort vielleicht von den Bewegungsabläufen etwas mitnehmen zu können.