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Krefeld: Zwei Oppumer Vereine wollen fusionieren

Handball : Zwei Oppumer Vereine wollen fusionieren

Die DJK Germania und der TVO planen nächstes Jahr als TV DJK Krefeld-Oppum 1894/1922 e.V. an den Start zu gehen. Ausschlaggebend sind die sinkenden Mitgliederzahlen in den beiden Vereinen.

Es ist ein Schritt, der vielleicht zunächst nachdenklich stimmt, was die Historie betrifft. Wirft man aber einmal ein Blick in die Zukunft, so ist die geplante Fusion der beiden Handballtraditionsvereine DJK Germania Oppum und TV Oppum ein sinnvoller Schritt. Eigentlich sollten Anfang Dezember noch Veranstaltungen beider Vereine stattfinden, bei denen die Mitglieder dafür oder dagegen stimmen können, aufgrund der derzeitigen Situation war es aber nicht möglich, die ambitionierten Ziele in die Realität umzusetzen. Der geänderte Plan sieht nun so aus, das die Veranstaltungen nun für die zweite Februarwoche vorgesehen sind.

„Wenn wir in den ersten sechs Wochen über die Verschmelzung abstimmen, können wir das ganze Thema noch rückwirkend zum 1. Januar anmelden“, erklärt TVO-Geschäftsführer Frederick Küsters, der aber keine Not und Eile sieht, was den Termin angeht. „Was wir definitiv machen wollen ist, in die Saison 2021/2022 mit dem neuen Vereinsnamen TV DJK Krefeld-Oppum 1894/1922 e.V. an den Start gehen“, fügt Küsters hinzu. Doch was treibt zwei Vereine, die wirtschaftlich gesund da stehen dazu, sich zusammen zu schließen? Die Antwort liegt auf der Hand, denn auch in Oppum ist man nicht davon verschont geblieben, dass sinkende Mitgliederzahlen verzeichnet werden. „Es gab ja schon vor sechs Jahren die ersten Gespräche über einen Zusammenschluß. Mal ist es auf Germania-Seite wieder eingeschlafen, mal auf Seiten des TV. Aber so ganz fruchtlos sind die Gespräche ja nicht verlaufen. Immerhin sind wir mit unserer Jugendspielgemeinschaft ins vierte Jahr gegangen“, sagt Germania-Vorsitzende Tessa Küpper. Beide Vereine hatten zu Beginn der Gespräche seinerzeit Nachwuchssorgen und man stellte schnell fest, dass ein Zusammenbündeln der Jugend mehr Sinn macht, als einzeln vor sich hin zu siechen. Vor anderthalb Jahren wurde beim TVO ein neuer Vorstand gewählt, der von sich aus die Gespräche wieder aufgenommen hat, das Ergebnis war eine Spielgemeinschaft im Frauenbereich.

„Wir waren uns schnell einig was da ansteht und das wir gemeinsam die bevorstehenden Aufgaben besser bewältigen können“, sagt Küsters. Eine sportliche Feindschaft bestand in den letzten Jahren kaum, auch wenn viele Alteingesessene noch blau-rot oder grün-weiß im Herzen tragen. Was beide Vereine bisher ausmachte soll erhalten bleiben und auf ein vernünftiges Vereinsleben ausgerichtet sein. „Es ist nicht so, dass aus zwei Kranken ein Verein gemacht wird. Die DJK und der TV stehen sportlich sowie wirtschaftlich gesund da. In der Jugend und bei den Frauen gibt es schon Spielgemeinschaften, nur die Männer müssen noch nachziehen. Wir schaffen Synergieeffekte, das Vereinsleben hat sich einfach verändert. Der TV ist im Leistungssportbereich tätig, die DJK ist mehr im Breitensport und im Vereinsleben aktiv“, sagt Küsters. Beide Seiten haben eingesehen, dass zwei Vereine in einem Krefelder Ortsteil kaum noch Sinn machen. Um einem Vereinssterben zuvor zu kommen hat man jetzt entsprechend reagiert. Beim Vereinsnamen ist man sich einig geworden und auch die Farben stehen fest. „Im Dachverband der DJK sind die Farben grün-weiß, da waren wir uns schnell einig. Lediglich am neuen Logo wird noch gewerkelt, es steht aber fest es Teile der alten Logos beinhalten wird“, verrät Küsters, über den neuen Verein, der auch gesellschaftlich ein Teil von Oppum sein möchte.