Krefeld: Überragender Lindenau führt Adler Königshof zum Sieg

Handball-Oberliga : Überragender Lindenau führt Adler Königshof zum Sieg

Auch Oppums Torwart Matthias Hoffmann zeigte eine bärenstarke Leistung und sicherte seinem Team einen verdienten Punkt in Duisburg.

Für die beiden Krefelder Teams in der Handball-Oberliga verlief das Wochenende durchaus erfolgreich. Während die Adler Königshof bereits am Sonntagmorgen mit 31:28 (12:13) in Lobberich gewannen, holte der TV Oppum am Abend einen verdienten Zähler bei Favorit Wölfe Nordrhein. Ganz zufrieden jedoch war Trainer Ljubomir Cutura beim 26:26 (12:15) nicht mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben im Angriff zu viele leichte Fehler gemacht. Der Punkt ist verdient und bei einem Spitzenteam auch zufriedenstellend. Dennoch wäre mehr drin gewesen“, bilanziert der Übungsleiter.

Sicher spricht er in diesem Punkt vor allem auf die letzte Minute an, als die Oppumer bei 26:26 noch einmal Ballbesitz hatten, diesen aber durch einen einfachen technischen Fehler herschenkten und damit den durchaus möglichen Sieg vergaben.

Ein Sonderlob hat der Übungsleiter vor allem für den wiedergenesenen Torwart Matthias Hoffmann parat. „Matty hat wirklich überragend gehalten und uns über 60 Minuten im Spiel gehalten. Der Punkt trägt auch nicht zuletzt seinen Namen“, befindet Cutura. Doch nicht nur der Schlussmann findet lobende Erwähnung, auch die stabile 6-0 Deckung findet die Zustimmung Cuturas. „Wir haben hier umgestellt und das hat sehr gut geklappt. Insgesamt war die Abwehr gegen ein so starkes Team wie die Wölfe gut. Der Punkt war verdient und ist unter dem Strich leistungsgerecht“, sagt er.

Die Oppumer verdienten sich den Zähler vor allem mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung. Spielerisch soll es in den kommenden Wochen noch besser werden.

Oppum: Hoffmann, Dönni - Bednarzik (9/3), Walch ((5), Held (3), Schellekens (5), Küsters (1), Krantzen (2), Kilic (1), Sender, Legemann, Ditz

Die Adler Königshof hingegen feierten beim Auswärtsspiel in Lobberich den zweiten Auswärtserfolg in Serie. Nach dem Sieg in Angermund zeigt der Erfolg in Lobberich, dass der Absteiger aus der Nordrheinliga trotz erneuten Umbruchs durchaus schon gut eingespielt ist und auch mit Spitzenmannschaften mitzuhalten vermag.

Wie auch bei Ligakonkurrent Oppum war es bei den Adlern vor allem der überragende Schlussmann, der den Erfolg sicherstellte. „Florian Lindenau hat eine überragende Leistung geboten und uns zu jeder Zeit im Spiel gehalten. Er hat uns die Stabilität gegeben, die wir brauchten“, befindet Trainer Marius Timofte. Der Rumäne ist insgesamt mit der Leistung der Seinen sehr zufrieden. Speziell mit der Darbietung im zweiten Durchgang ist er einverstanden. „Wir haben vor der Pause immer knapp hinten gelegen und haben da in der Offensive noch zu viel vergeben. Nach dem Seitenwechsel war es dann viel besser und wir haben zwischendurch schon mit fünf Toren geführt“, sagt Timofte.

Dann aber nahm sein Team in den letzten zehn Minuten der Partie zu viele Strafen. „Wir haben da fast nur in Unterzahl agiert. Lobberich hat dann auf offene Manndeckung umgestellt, aber mit viel Laufspiel und Einsatz haben wir da super dagegen gehalten und trotzdem unsere Tore gemacht“, analysiert Timofte. Trotzdem braucht es für zukünftige Aufgaben sicher auch bessere Disziplin, denn ob eine derartige Energieleistung Woche für Woche abrufbar ist, ist durchaus fraglich.

Für den Moment jedenfalls ist die Welt der Adler in Ordnung. Mit nun vier Punkten aus drei Spielen liegen die Schwarz-Weißen auf Rang vier und verfügen über den besten Angriff der Liga.

Adler: Lindenau, Keber - Steinkuhl (3), Zavada, Funke (9), Eiker (3), Thelen (5), Auth, Niehoff (6), Caspers, Bartmann (5)