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Krefeld: U20 des KEV bleibt ohne Relegation in der DNL 1

General-Absage im Eishockey : U20 des KEV bleibt ohne Relegation in der DNL 1

Der Deutsche Eishockey-Bund sagte den Spielbetrieb für alle Ligen ab. Die U17 des KEV kann nicht um den DM-Titel spielen.

(JH) Der Deutsche Eishockey-Bund, die DEL und die DEL2 haben gemeinsam beschlossen, die laufende Eishockey-Saison aufgrund der aktuellen Entwicklung zur Ausbreitung des Coronavirus mit sofortiger Wirkung zu beenden. Am Mittwoch stimmten auch die Clubs der Oberligen Nord und Süd zu. Die Entscheidung geschieht vor dem Hintergrund der ausdrücklichen politischen Empfehlungen zur Durchführung von Großveranstaltungen und hat auch das Ziel, wirtschaftlichen Schaden von den Vereinen abzuwenden bzw. zu lindern. Dies betrifft auch alle unter dem Dach des DEB organisierte Ligen wie Frauen, DNL und Nachwuchsligen. Die Platzierungen aus den Hauptrunden werden übernommen. Alle weiteren sportlichen Entscheidungen in den betroffenen Ligen wie Auf- und Abstieg werden ausgesetzt. Für den Krefelder EV bedeutet das, die U20 wird ohne Relegation in der Deutschen Nachwuchsliga Division 1 bleiben. Die U17 mit Trainer Reemt Pyka wollte am Wochenende den letzten Schritt zur Endrunde um die deutsche Schülermeisterschaft bestreiten. Einen Meister wird es jetzt nicht geben. „Das ist für alle natürlich sehr bitter. Aber es gibt wohl keine Alternative, die Gesundheit geht vor“, sagte Elmar Schmitz, Trainer und Sportvorstand des KEV. Die Nachwuchsteams werden allerdings noch so lange trainieren, bis das Eis an der Westparkstraße abgetaut wird. „Wir haben den Eltern natürlich gesagt, dass sie selber entscheiden, ob ihr Kind zum Training kommt oder nicht,“ erklärte Schmitz.

„DEB-Präsident Franz Reindl sagte zu der Entscheidung: „Mit der kompletten Einstellung des Spielbetriebes setzen wir unsere gesamtgesellschaftliche Verpflichtung zum Wohle der Allgemeinheit um und folgen den politischen Beschlüssen uneingeschränkt. Als Teil von Sportdeutschland wollen wir unseren wichtigen Beitrag leisten, um Zuschauer, Spieler, Spielerinnen und alle am Sportgeschehen teilhabenden Personen sowie deren Familien zu schützen. So schwer es uns auch fällt. Die Gesundheit aller Beteiligten und nicht zuletzt auch jene unserer vielen Anhänger in ganz Deutschland hat absolute Priorität.“

Auch Stefan Schaidnagel, Sportdirektor des Verbandes, bedauert die Absage: „Unsere einschneidende Entscheidung ist sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich insbesondere für unsere Clubs, Vereine und Aktive äußerst hart. Die sportlichen Konsequenzen in allen betroffenen Ligen und Altersklassen benötigen enormes Verständnis und Akzeptanz. Die Folgen für die Nationalmannschaften sind noch nicht absehbar.“