Krefeld: TV Oppum und Adler Königshof gewinnen vor ihrem Lokalderby ihre Spiele

Handball-Oberliga : Bednarzik überragt mit 15 Treffern

Beim 29:27-Erfolg des TV Oppum über den TV Angermund war der Torjäger der Mann des Tages.

Ein überragender Fabian Bednardzik und eine insgesamt kompakte Teamleistung brachte dem TV Oppum den Sieg beim TV Angermund. Doch auch der kommende Gegner, die Adler Königshof, geht mit einem guten Gefühl ins Lokalduell. Die Mannschaft von Marius Timofte siegte in einem hart umkämpften Spiel gegen die SG Langenfeld II und steht nun punktgleich mit dem Dritten auf Rang fünf in der Liga.

Der TV Oppum steckte bei seinem 29:27 (12:16)-Erfolg auch weg, dass neben Jan Walch, der nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder einsatzfähig war, auch Frederick Küsters kurzfristig wegen Magen-Darm-Erkrankung nicht auflief. Zwar machte er sich mit seinen Teamkameraden warm, musste dann aber mit Übelkeit und Erbrechen in der Kabine bleiben. Die ersatzgeschwächten Grün-Weißen kamen in der Folge schwer ins Spiel. Speziell die Abwehr funktionierte zunächst nicht gut. „Egal, ob 6-0 oder 3-2-1, wir sind nach der frühen 2:0-Führung nicht richtig rein gekommen und haben einfach nichts zustande gebracht. Der zweite Durchgang war dafür dann richtig gut“, sagt Trainer Ljubomir Cutura. Tatsächlich agierte sein Team nach dem Seitenwechsel wie aus einem Guss und durfte sich dabei auf Toptorjäger Fabian Bednardzik verlassen, der mit 15 Toren den Sieg fast im Alleingang sicherstellte. „Jetzt können wir mit Selbstvertrauen ins Derby gehen. Darauf ist die Vorfreude groß“, sagt Cutura.

Doch auch die Königshofer werden mit breiter Brust kommen. Beim 25:23 (9:9) gegen Langenfeld agierten sie sehr reif und kompakt. „Das war in der Abwehr zum ersten Mal in dieser Saison genau so, wie ich mir das vorstelle. Ich kann aus dieser Mannschaftsleistung niemanden herausheben. Alle haben ihren Job gemacht und sich an die Marschroute gehalten“, sagte ein zufriedener Trainer Marius Timofte, dessen Mannschaft sich mit dem Sieg weiter in der Spitzengruppe festsetzt. Die junge Adler-Mannschaft zeigte eine beeindruckende Reife und mentale Stabilität. „Es war ein Kampfspiel von der ersten bis zur letzten Sekunde. Wir haben sehr stabil agiert. Langenfeld war ein äußerst spielstarker Gegner, der uns viel abverlangt hat. Aber so, wie wir agiert haben, stelle ich mir das vor“, befand Timofte. Während sein Widerpart Cutura schon im Vorfeld des Wochenendes den Blick voraus richtete, schaute der Rumäne ausschließlich auf den kommenden Gegner. Erfolgreich waren beide Herangehensweisen und so erwarten die Krefelder Handballfans in der kommenden Woche einen echten Leckerbissen, der die Adler im Erfolgsfall sogar auf Rang zwei spülen könnte. Oppum hingegen hat mit dem Sieg den Abstand auf die Abstiegszone ausgebaut.