Krefeld: Triantafyllou hofft auf zweites Wunder

Wasserball-Bundesliga : Triantafyllou hofft auf zweites Wunder

Die Wasserballerinnen des SV Bayer haben am heutigen Samstag im zweiten Finalspiel gegen Spandau die große Chance den achten deutschen Meistertitel einzufahren. Bei einer Niederlage gibt es Sonntag ein Entscheidungsspiel.

Für die Wasserballerinnen des SV Bayer Uerdingen kommt es am Wochenende im heimischen Aquadome zum Saisonhöhepunkt, denn wenn alles gut verläuft kann die Mannschaft von Trainer George Triantafyllou schon heute (Spielbeginn 16 Uhr) zum achten Mal den Deutschen Meister-Titel einfahren. Im ersten Finalspiel gewannen die Seidenstadtgirls vor einer Woche gegen die Wasserfreunde Spandau knapp mit 9:8, was angesichts der Ergebnisse beider Mannschaften gegeneinander in der Hauptrunde eine kleine Überraschung war, denn hier hatten die Berlinerinnen beide Begegnungen für sich entschieden und auch beim Duell im Pokalspiel war für Uerdingen nicht viel zu holen. „Wir hatten natürlich gehofft, dass wir in Spandau gewinnen, zumal wir auch das Potenzial dazu in unserer Mannschaft haben. Allerdings haben wir dreimal deutlich verloren, entsprechend kann beim 9:8 definitiv von einem Sensationssieg gesprochen werden“, sagt Torhüter Ronja Kerssenboom. Triantafyllou glaubt an sein Team, dass es ein zweites Wunder vollbringen kann. „Wir haben in Berlin ein herausragendes Spiel abgeliefert, weil wir alles gegeben haben und den Sieg wollten. Wenn wir Samstag wieder 100 Prozent geben holen wird uns den Titel“, sagt der Grieche, für den es der Erste in Deutschland wäre. Sollten die Seidenstadtgirls das zweite Spiel verlieren, so gibt es Sonntag um 13 Uhr an gleicher Stelle ein entscheidendes drittes Spiel.

Vor den Bayer-Frauen hätten heute um 14 Uhr eigentlich die Uerdinger Männer ins Wasser müssen, wo der Gegner in der Aufstiegsrunde White Sharks Hannover gewesen wäre. Dazu kommt es allerdings nicht, da die Niedersachsen gestern die Begegnung kurzfristig wegen Krankheit abgesagt haben. Dabei hatte sich Bayer gerade für dieses Spiel so einiges vorgenommen, gelang es doch in der Hauptrunde den Haien mit 11:11 einen Punkt abzuknüpfen. Das 4:17 aus dem Hinspiel war noch ein zusätzlicher Ansporn für die Gastgeber gewesen es diesmal besser zu machen. So kann deren Trainer Milos Sekulic, der heute für den NRW-Verband im Einsatz ist und mit Tim Wollthan eine entsprechende Vertretung gehabt hätte, entspannt den Tag angehen. Ob das Spiel gewertet oder neu angesetzt wird stand gestern noch nicht fest. Für die Bayer-Männer ergibt sich zumindest die Gelegenheit ihre weiblichen Vereinskameradinnen mit vollem Einsatz zum Sieg anzufeuern.

Bei der SV Krefeld 72 endete hingen schon heute die Saison mit dem letzten Spiel um 18 Uhr beim SV Weiden. In der Abstiegsrunde der Bundesliga Gruppe B sind alle Würfel gefallen, Weiden muss gegen den Meister der 2. Bundesliga weiter um den Klassenverbleib kämpfen, die Krefelder haben ihren Platz sicher, wollen aber noch auf Rang eins in dieser Runde vorrücken.

„Zum Abschluss dieser Katastrophen-Saison mit der langen Sperrung des Badezentrums Bockum im Winter und dem Ausfall unseres Goalgetters Dusan Dragic hat unser Team ein gutes Ergebnis in Weiden verdient“, sagt Teammanager Ferdinand Vogel und hofft einen versöhnlichen Abschluss.