Krefeld: Timofte wehrt sich gegen Favoritenrolle

Handball-Oberliga : Timofte wehrt sich gegen Favoritenrolle

Trotz Rang Zwei sieht der Adler-Coach sein Team noch nicht so weit. Oppum hat in Unitas Haan einen schweren Gegner.

Nach einer bisher überraschend gut verlaufenen Saison stehen die Adler Königshof in der Handball Oberliga auf Rang Zwei. Damit hatte bei den Schwarz-Weißen niemand gerechnet und auch Trainer Marius Timofte will sich von der Tabelle nicht blenden lassen. „Wir sind ein junges Team, das noch viel lernen muss. Das ist auch daran zu sehen, dass wir immer wieder sechs oder acht-Tore-Führungen hergeben und am Ende nur knapp gewinnen. Da müssen wir stabiler werden und lernen“, sagt der Übungsleiter.

Umso mehr Respekt hat er vor dem nächsten Gegner, dem LTV Wuppertal, wo die Adler am Samstag um 19 Uhr antreten. „Wuppertal ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit guten Torhütern und einem sehr guten Rückraum. Da müssen wir in jedem Moment voll da sein“, gibt der Rumäne die Richtung vor. Mit welchem Kader er das Vorhaben angehen kann, ist dabei noch nicht klar. „Aktuell ist Bruno Zavada krank und Elias Eicker angeschlagen. Ob sie spielen können entscheidet sich am Samstag“, sagt Timofte. Trotz des zweiten Platzes sieht er sein Team beim Dritten nicht in der Favoritenrolle. „Wir haben noch nicht gegen Wuppertal oder die Wölfe Nordrhein gespielt. Nicht einmal die halbe Hinrunde ist vorbei. Die Aussagekraft ist gering“, sagt er. Entsprechend geht es für ihn immer noch um Punkte für den Klassenverbleib. Heißt aber auch: Sollte das Team Weihnachten, wenn gegen alle Teams einmal gespielt wurde, noch oben stehen, könnte die Zielsetzung neu bewertet werden.

Vor einer schweren Aufgabe steht unterdessen das zweite Krefelder Team, der TV Oppum. Zwar steht Gegner Unitas Haan in der Tabelle hinter den Mannen von Ljubomir Cutura, doch der Trainer sieht seine Mannschaft keineswegs in der Favoritenrolle. „Haan gehört für mich nicht da unten hin. Sie sind eine starke und erfahrene Mannschaft mit guter Deckung und guten Torhütern. Sie haben im Vorjahr um den Aufstieg mitgespielt und sind für mich auch in diesem Jahr wieder einer der Favoriten. Warum sie da unten stehen kann ich nicht einschätzen, aber sie sind besser als der Tabellenplatz“, befindet er.

Personell sieht es für ihn unterdessen besser aus, als in der Vorwoche. „Wir haben die Woche mit der vollen Mannschaft trainiert. Wenn sich nicht noch jemand verletzt oder krank wird erwarte ich, dass alle spielen. Ob Felix Sender dabei ist entscheidet sich vermutlich Donnerstagabend. Ich erwarte von meiner Mannschaft in jedem Fall eine Steigerung gegenüber der Begegnung am vergangenen Wochenende. Da war das Ergebnis gut, das Spiel aber nicht“, gibt der Trainer die Richtung vor.

Mut macht den Hausherren für die Begegnung am Sonntag um 12.15 Uhr vor allem die Tatsache, dass die Mannschaft gegen Topteams stets gut aussah. Gegen Tabellenführer Wölfe Nordrhein gab es einen Punkt - den einzigen, den der Erste bis dato abgab –, gegen Mettmann wurde knapp verloren, gegen Lobberich und Wuppertal gewonnen.

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