Krefeld: Tennis-Bundesliga in den Startlöchern

Tennis-Bundesliga : Tennis-Bundesliga in den Startlöchern

Die Mannschaft von Blau-Weiß Timberland Finance Krefeld eröffnet den Kampf um Punkte am Sonntag, 7. Juli, 11 Uhr mit dem Niederrhein-Derby gegen den Gladbacher HTC. Die Vorfreude ist im Lager des Stadtwaldteams groß.

Im Krefelder Tennis beginnt am 7. Juli eine neue Zeitrechnung. Dann tritt der HTC Blau-Weiß Krefeld zum ersten Mal in seiner langjährigen Bundesliga-Geschichte als Blau-Weiß Timberland Finance Krefeld mit einem Titelsponsor im Namen an. Das ist mittlerweile Standard im Oberhaus des deutschen Tennis. Nur noch wenige Clubs wollen oder müssen mangels Partner darauf verzichten. „Ich habe mich richtig darüber gefreut, dass wir so einen Sponsor finden konnten. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass sich Banken auf dem Schlips getreten fühlten,“ sagte Hajo Ploenes am Donnerstag auf der Saison-Pressekonferenz. Der Ex-Vorsitzende des HTC, der weiter die Finanzen des Bundesliga-Teams regelt, hofft, dass diese Saison wieder mit „einer schwarzen Null“ abgeschlossen werden kann: „Das ist uns drei Jahre lang gelungen, im Vorjahr leider nicht. Zum Glück haben das zwei unserer Vereinsmitglieder ausgeglichen.“

Hajo Ploenes ist stolz darauf, dass ein so kleiner Verein wie Blau-Weiß das Unternehmen Bundesliga stemmen kann: „Das ist ganz schön happig. Ohne unsere vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das nicht möglich.“ Trotz aller Anstrengungen und einer stressigen Phase im Vorfeld der Meisterschaft, ist seine Vorfreude auf die Bundesligaspiele ungebrochen: „Ich mache das, weil es mir immer noch sehr viel Spaß macht. Es kribbelt jetzt schon wieder.“

Damit sich zu dem Spaß auch Erfolg einstellen kann, bietet Olaf Merkel wieder einen Kader auf, der dem Ruf der Liga „Weltklasse im Club“ mehr als gerecht wird. Bereits im Vorjahr wurde an der Hüttenallee von der stärksten Mannschaft aller Zeiten gesprochen. Das trifft mehr denn je auch diesmal wieder zu. „Dieser Kader kann Großes erreichen. Ich weiß, dass bei uns im Verein und im Umfeld schon von der Meisterschaft gesprochen wird. Aber die Liga ist stärker denn je. Im Ranking der ATP-Plätze aller Spieler belegen wir in der Liga Platz vier. „Für mich ist aber wichtig, dass wir von der Position fünf bis zehn sehr gut aufgestellt sind. Denn es gibt keine Garantie, dass die Top-Spieler zum Einsatz kommen können“, sagte der Teamchef, der seit Wochen mit allen 14 Spielern regelmäßig Kontakt hält: „Woche für Woche ändert sich etwas.“

Seit dieser Woche steht fest, dass sechs seiner Spieler die Qualifikation für das am Sonntag beginnende Grand-Slam-Turnier in Wimbledon nicht überstanden haben: „Das zeigt, dass sie auf Sand besser sind als auf Rasen.“ Mit Christian Garin, Marco Cecchinato, Leonardo Mayer und Paolo Lorenzi stehen die Top-Vier der Blau-Weißen in der Hauptrunde. Wer davon am Sonntag in einer Woche beim Bundesliga-Start mit dem Heimspiel gegen den Niederrheinrivalen Gladbacher HTC aufschlagen wird, entscheidet sich daher auf dem heiligen Rasen von Wimbledon.

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