1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Krefeld: SWK-Herzog-von Ratibor-Rennen ohne Zuschauer

Galopprennen im Stadtwald : SWK-Herzog-von Ratibor-Rennen ohne Zuschauer

Beim Krefelder Galopprenntag am Sonntag werden sieben Rennen gestartet. Lokalmatador Palimero Favorit im Großen Preis der Sparkasse. Im ersten Rennen gehen ganz junge Pferde an den Start.

Es wird am Sonntag im Stadtwald kein Renntag wie jeder andere werden. Aufgrund des neuen Lockdowns während der Corona-Pandemie sind keine Zuschauer auf der Krefelder Galopprennbahn zugelassen. Vor Ort sein werden nur Jockeys, Trainer, Pferdepfleger und Funktionäre. Zusätzlich dürfen je startendem Pferd zwei Besitzer auf dem Rennbahngelände dem Geschehen beiwohnen. Die sieben Rennen können über mehrere Livestreams weltweit verfolgt werden. Zum Beispiel auf der Homepage unter www.krefelder-rennclub.de und über die Facebook-Seite des Krefelder Rennclubs.

Im Mittelpunkt des einzigen Renntags des Krefelder Rennjahres steht das mit 55.000 Euro dotierte Herzog von Ratibor-Rennen, gelaufen als Preis der Stadtwerke Krefeld (SWK). Neun hoffnungsvolle Zweijährige werden zu dieser Prüfung (6. Rennen, Start 15:45 Uhr) in die Startboxen einrücken. Der Krefelder Vertreter, Hengst Nante, den Stadtwald-Trainer Mario Hofer für den Münchener Züchter und Besitzer Franz Prinz von Auersperg trainiert, zählt dabei nur zu den Außenseitern im Feld.

Nante gewann zwar bei seinem Lebensdebüt auf der Münchner Rennbahn, doch beim zweiten Start im Düsseldorfer Listenrennen belegte der Hengst nur den enttäuschenden siebten und somit letzten Platz. Nante wurde von seinem Besitzer Franz Prinz von Auersperg selbst gezogen und hat Derbysieger Pastorius zum Vater. Dieser Pastorius gewann, im Training bei Mario Hofer, 2011 genau dieses Herzog von Ratibor-Rennen. Ganz chancenlos sollte Nante also nicht sein, wenn er die Gene seines Vaters geerbt hat. Im Sattel sitzt Alex Pietsch.

Zwei Pferde stehen im Herzog von Ratibor-Rennen in klarer Favoritenrolle: Gestüt Auenquelles Virginia Storm (Andrasch Starke), den der alte und neue Championtrainer Henk Grewe trainiert, und der von Andreas Wöhler für Dr. Christoph Berglar betreuter Novellini (Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev). Beide haben sich bereits ein Mal getroffen, Anfang Oktober hatte in Düsseldorf Virginia Storm hauchdünn das bessere Ende für sich. Am morgigen Sonntag steht somit die Revanchepartie an.

Der mit 12.000 Euro dotierte Große Preis der Sparkasse Krefeld ist ein Ausgleich 1, also ein Handicap der höchsten Garnitur. Das Krefelder Stadtwald-Quartier von Mario Hofer ist durch Gestüt Etzeans Palimero in dieser über 1700 Meter führenden Prüfung vertreten. Das wird gegen gestandene Handicapper eine schwere Aufgabe für Hofers Dreijährigen. Palimero hat nach sehr guten Leistungen als Zweijähriger erst beim zehnten Start seine Maidenschaft abgelegt und auch die Strecke von 1700 Meter könnte ihm auf dem weichen Boden etwas lang werden.

In der ersten Prüfung des Tages werden die zweijährigen Youngster in die Startbox-Anlage geführt. Die meiste Erfahrung bringt dabei Mario Hofers Ariadne, sie hat bereits vier Starts absolviert, mit. Im Sattel von Ariadne sitzt die derzeit beste deutsche Reiterin Sibylle Vogt, die in diesem Jahr in Deutschland bereits 33 Rennen gewinnen konnte. Hinzu kommen noch etliche weitere Erfolge in Frankreich. Die Rennerfahrung sollte Ariadne zumindest in die Platzierung helfen. Zu ihren Gegnern zählen auch Koba aus dem Stall von Erika Mäder und Lou Warrior, trainiert von Hans Albert Blume. Der Renntag könnte mit einem Krefelder Sieg enden, wenn Erika Mäders Wild Papillon im siebten Rennen seine Siegesserie weiter ausbaut.